Berliner ImpulsE

Interview mit Andreas Kuhlmann, März 2016

Unter dem schwindenden Eindruck von „Paris“, in Zeiten von Flüchtlingskrise und niedrigem Ölpreis ist die Energiewende wahrlich kein Selbstläufer mehr. Wie weiter, wenn die öffentlichen Prioritäten anderen Signalen folgen? Brauchen wir neue Begründungen, Geschäftsmodelle, mehr Drive oder umgekehrt eher eine Pause in der Energiewende? Fragen, über die ImpulsE mit dem seit einem halben Jahr im Amt befindlichen Vorsitzenden der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena), Andreas Kuhlmann, sprach.

Interview: Jürgen Pöschk


Pöschk: Sie leiten, vom BDEW gekommen, jetzt rund ein halbes Jahr die dena. Sicherlich eine ganz andere Bandbreite von Themen, die sich auf dem Schreibtisch stapelt...

Andreas Kuhlmann: Der Wechsel kam jedenfalls zu einer guten Zeit. Die Energiewende verändert sich, die Energiewirtschaft ist heute vielleicht nur noch ein Akteur von vielen, wenn es darum geht, die Energiewende zum Erfolg zu führen. Und das mitzugestalten an so einer Stelle wie der dena ist unglaublich spannend. Hier können wir Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen zusammenbringen, über dringende Fragen nachdenken, Konzepte entwickeln und Dinge vorantreiben.

Großen Themenfülle bedarf trotzdem der Schwerpunktsetzung: Wenn wir uns Ende des Jahres wiedertreffen, auf welche Initiativen möchten Sie dann stolz zurückblicken können?

Da würde ich vor allem drei Dinge nennen: Erstens die Plattform Digitale Energiewelt, die wir kürzlich ins Leben gerufen haben. Hier gehen wir die Fragen an, die uns in Zukunft immer mehr beschäftigen werden. Zweitens, und damit zusammenhängend: ein Wandel im Verständnis der Energiewende. Wir müssen verstehen, dass wir uns in einer neuen Phase befinden, dass sich die nächsten 15 Jahre anders gestalten werden als die letzten 15 Jahre. Und drittens eine enge Verbindung zu Städten und Kommunen. Hier passiert sehr viel an Bürgerengagement und auch an innovativen Ideen. Mit diesen Akteuren können wir als dena noch mehr erreichen.

Sie haben an anderer Stelle die dena als „Agentur für angewandte Energiewende“ bezeichnet. Was können wir uns konkret darunter vorstellen?

Ich glaube, uns allen fehlt es in der Energiewende an Geschichten des Gelingens. Was passiert eigentlich, wenn jemand ein Haus saniert? Was erleben die Beteiligten? Was gelingt? Wo hakt es? Ich möchte nicht immer nur über den klimaneutralen Gebäudebestand im Jahr 2050 philosophieren, sondern konkret auf die Praxis schauen. Gerade im Gebäudebereich stellt man fest, dass die Debatte leider oft geprägt ist von zwei, drei kritischen Berichten, die sich irgendwie in den Köpfen der Leute festhalten. Wenn wir aber diejenigen fragen, die eine Sanierung vorgenommen haben, dann würden 94 Prozent es weiter empfehlen. Diese Zahlen sind doch viel wichtiger als manch kritischer Seitenblick von jemandem, der das noch nie gemacht hat.

Apropos kritischer Seitenblick – eine oft gestellte Frage zur institutionellen Grundstruktur der dena: Die Arbeit der dena finanziert sich ja sowohl über öffentliche Zuwendungen der Bundesministerien als auch über Mittel der Privatwirtschaft. Ist das nicht ein total schwieriger Spagat, wenn Sie öffentliche wie private Interessen gleichzeitig bedienen müssen?

Wenn man an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik agieren will, dann braucht man diesen Spagat. Aus dieser Stellung heraus kann die dena den größten Beitrag zur Energiewende leisten. Das wissen und schätzen die Gesellschafter der dena. Die dena ist ein konstruktiv-kritischer Begleiter des Energiewendeprozesses. Davon gibt’s nicht viele in Deutschland. Die Aktivitäten mit der Privatwirtschaft sind auch deswegen wichtig, weil sie schnell sind, innovativ, nach vorne gerichtet.

Eine Frage zur Dynamik privatwirtschaftlicher Initiativen in der Energiewende. Erledigt die Wirtschaft ihre Aufgabe, passgenaue und wirtschaftlich selbsttragende Lösungen für die Energiewende ganz selbsttätig zu entwickeln?

Ich beobachte eine große Vielfalt an Aktivitäten in den unterschiedlichsten Bereichen. Es gibt zum Beispiel in der Gebäudeautomatisierung unheimlich spannende Entwicklungen. Lidl modernisiert seine Filialen und hat dabei auch das Energiesystem im Blick. Daimler und BMW wollen mit alten Autobatterien in den Regelenergiemarkt. Die Stadtwerke versuchen sich mit neuen Geschäftsmodellen. In Industriebetrieben wird viel Innovatives in Sachen Energieeffizienz und Digitalisierung unternommen. Ich sehe unglaublich viele, spannende Einzelprojekte. Aber Ihre Frage zeigt: Es ist erstens noch nicht ausreichend erkennbar und es ist vielleicht auch noch nicht gut genug vernetzt. Ich hab die Hoffnung, dass die dena zum Beispiel mit der Geschäftsstelle für die Energieeffizienz-Netzwerke hier für Synergien sorgen kann.

Kurz zum Thema Information, Motivation, Kampagnen: Wenn man hier als dena bundesweit unterwegs ist, bedarf es doch einer sehr großen kritischen Masse, um effizient wahrgenommen zu werden – Kooperation mit einzelnen Bundesländern und Kommunen, mit dezentralen Akteuren, wie Sie es gerade ansprachen. Kann das hier nicht ein Strategiewechsel sein oder zumindest ein neues Element in der Öffentlichkeitsarbeit der dena?

Die Bedeutung von Kommunikation in der Energiewende kann man kaum überschätzen. Deshalb ist es gut, dass das BMWi jetzt eine große Energieeffizienzkampagne startet. Welche Rolle die dena darin genau spielen wird, wird man sehen. Manchmal ist die dena konzeptionell als Berater ein wichtiges Glied, manchmal in der Umsetzung. Energieeffizienz ist so vielfältig, es darf ruhig ein bisschen bunt sein. Ich glaube nicht, dass das ein Widerspruch sein muss. Wichtig ist, dass alle Akteure gut eingebunden sind.

Vielleicht kurz zum allgemeinstrategischen Umfeld der Energiewende: Bei der Frage, welche großen Kräfte hier aktuell wirken, haben wir auf der einen Seite die Signale vom Klimagipfel in Paris und zum Beispiel auch Ankündigungen aus der Finanzwirtschaft, sich aus kohlenstoffbasierten Feldern zurückzuziehen. Auf der anderen Seite haben wir dramatisch niedrige Ölpreise und dominierende Themen wie die Flüchtlingsdebatte, die bis in die Diskussion um die EnEV hineinwirken. Wenn wir fördernde und hemmende Kräfte addieren, bleibt da noch eine positive Dynamik übrig?

Erstmal können wir sehr froh darüber sein, dass Paris die Aufmerksamkeit gebracht hat, die wir alle wahrnehmen. Das ist eine sehr gute Entwicklung. Ich denke, die Klimapolitik ist unumkehrbar geworden. Diese Unumkehrbarkeit, die spürt man überall: Wenn Sie mit Kollegen von den großen Energieversorgern reden, von den Stadtwerken, mit anderen Akteuren – das ist ein wichtiger Pfeiler. Und was die Dynamik betrifft: Die Energiewende ist ein über Generationen laufendes Projekt, da gibt es auch mal eine Durststrecke, man muss einen langen Atem haben. Ich vermisse allerdings etwas die Diskussion über langfristige Konzepte, zum Beispiel über den steuer- und ordnungspolitischen Rahmen. Wir leben hier zu sehr von der Hand in den Mund. Ich erinnere mich an Zeiten, wo wir viel intensiver über längerfris­tige Strategien debattiert haben. Da wünsche ich mir mehr, nicht nur von der Politik, auch von den NGOs, auch aus der Zivilgesellschaft. Manchmal erscheinen die Debatten, die wir führen, etwas kurzsichtig.

Da nochmal kurz nachgehakt: Wenn wir die zwei Grundsäulen der Energiewende nehmen: Bei den Erneuerbaren kann man ja die Grundthese vertreten, es läuft in Richtung Marktfähigkeit. Die zweite Säule, die Energieeffizienz: kommt die nicht massiv unter Druck, weil sowohl das fossile als auch das erneuerbare Energieangebot nur noch wenig Preisdruck ausüben? Kann uns das Thema Energieeffizienz mit allen Geschäftsmodellen, die da dran hängen, nicht wegbrechen?

Also ich teile Ihre Einschätzung in Bezug auf die Erneuerbaren. Die Entwicklung ist sensationell, wenn auch leider viel zu teuer erkauft. Man kann sagen: Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist heute Mainstream. Aber das eigentlich Spannende findet auf einem anderen Themenfeld statt. Und da bin ich sehr dankbar, dass wir in dieser Legislaturperiode einen echten Quantensprung hinbekommen haben. In der letzten Legislaturperiode war derjenige, der Energieeffizienz gesagt hat, jemand, der gegen Wachstum ist. In dieser Legislaturperiode ist jemand, der sich um Energieeffizienz kümmert, ein Treiber von Innovation – und genauso sehe ich das! Staatssekretär Rainer Baake hat auf dem dena-Kongress gesagt, Energieeffizienz sei die erste Priorität – und er hat Recht. Wenn wir über Innovation reden, über Digitalisierung und all diese Dinge, dann ist Energieeffizienz im Fokus. Ich spüre das auch zunehmend bei den Unternehmen. Aber wir sind noch weit von der Zielerreichung entfernt.

Sie sprachen den Quantensprung an, ohne den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz NAPE ausdrücklich zu erwähnen. Kann es die Politik jetzt selbst? Welche Rolle hat hier die dena?

Die dena ist an verschiedenen NAPE-Projekten beteiligt. Wir sind zum Beispiel sehr froh, dass wir die Ausschreibung zur Initiative Energieeffizienz-Netzwerke gewonnen haben. Der NAPE wird ja von vielen als Sammelsurium dargestellt. Ich hoffe, dass zum Beispiel über eine kluge konzeptionelle Ausgestaltung der Energieeffizienz-Kampagne des BMWi die vielen einzelnen Fäden am Ende doch ein gutes Muster ergeben. Aber das ist viel Arbeit. Wir müssen versuchen, das große Bild zu zeichnen – nicht kleines Karo, sondern großer Wurf. Ich glaube, da ist viel mehr möglich. Auch dadurch, dass wir mehr über gelungene Beispiele reden.

Wenn wir uns jetzt dem Gebäudebereich zuwenden: Seit Bestehen der dena ist die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes ein Megathema. Modellprojekte, Energieausweise, KfW-Förderungen, Kampagnen ohne Ende und trotzdem bekommen wir die Sanierungsraten nicht gewuppt…

Die dena hat mit vielen Projekten und Kampagnen dazu beigetragen, dass Energieeffizienz im Gebäudebereich in der Energiewende-Diskussion heute stärker wahrgenommen wird. Auch auf politischer Ebene hat sich einiges getan: mit dem NAPE und der Energieeffizienzstrategie Gebäude ist der Wärmesektor endlich stärker in den Fokus gerückt. Nun gilt es, diese Programme umzusetzen und um weitere Maßnahmen zu ergänzen. Ein Problem ist sicherlich die Ungleichheit zwischen der Förderung der erneuerbaren Energie und der energetischen Sanierung. Über 20 Milliarden Euro gehen pro Jahr über die Stromrechnung an die Erneuerbaren, im Vergleich dazu sind es bislang nur circa zweieinhalb Milliarden für die Gebäudeeffizienz. Da wird man eine Schippe drauflegen müssen. Auch niedrigere Energiepreise und niedrige Zinsen sind aktuell ein Hemmschuh für mehr energetische Sanierung, aber das wird sich auch wieder ändern. Andererseits sehe ich schon, dass die Anstrengungen heute deutlich größer sind als in der letzten Legislaturperiode.

Geht das noch etwas konkreter? Oder anders gefragt: Sind die KfW-Förderinstrumente in Zeiten von Niedrigzinsphasen noch das adäquate Mittel?

KfW-Förderung ist und bleibt wichtig. Sie allein wird jedoch nicht ausreichen, um eine signifikante Intensivierung der energetischen Gebäudesanierung anzustoßen. Dafür braucht es einen Fördermix aus Zuschüssen, Krediten und Steuerförderung. Mittelfristig ist eine Gesamtfördersumme von circa fünf Milliarden Euro notwendig. Nur so kann die angestrebte Verdopplung der Sanierungsquote auf zwei Prozent erreicht werden. Im Moment sind wir davon allerdings noch weit entfernt. Wenn wir diese Quote nicht bald erreichen, wird es später umso schwieriger, die Ziele der Bundesregierung für den Gebäudebereich zu erfüllen. Deswegen glaube ich, dass wir mehr Geld in die Hand nehmen und vor allem auch in Intelligenz investieren müssen. Wir brauchen kluge Lösungen. Ein Beispiel: Ich bin davon überzeugt, dass sich durch Transparenz Energie einsparen lässt. Das zeigt eines unserer Modellvorhaben, in dem Mieter regelmäßig über ihren Heizungsverbrauch informiert werden. Die von uns gemessenen Einsparungen liegen im Durschnitt bei 16 Prozent. Wenn wir so etwas beobachten, dann ist die Politik gefragt, die Rahmenbedingungen so auszurichten, dass es den Menschen möglich ist, diese Potentiale zu heben. Das ist nicht einfach, aber ich glaube, das könnte eine wichtige Veränderung im Gebäudebereich sein, wenn sie mit baulichen Maßnahmen einhergeht.

Von finanziellen Anreizen zum anderen Ende der Instrumentenskala, dem viel gescholtenen Ordnungsrecht: Aktuell wird ja intensiv über die Zusammenführung von EnEV und EEWärmeG diskutiert. Haben Sie da eine Zielrichtung, die Sie gern realisiert haben wollen?

Es muss einfach einfacher werden. Durch die parallelen Anforderungen aus der EnEV und dem EEWärmeG ist der Rechtsrahmen sehr komplex. Wenn wir beide Instrumente klug zusammenführen, können wir Inkohärenzen und unnötige Hürden für energetisches Bauen und Sanieren abbauen. Wichtig ist dabei, die Prinzipien der Technologieoffenheit und Energieträgerneutralität zu beachten. Nutzungspflichten für erneuerbare Energien in der Bestandssanierung sind in diesem Zusammenhang der falsche Ansatz, das schreckt viele ab. Jeder Immobilienbesitzer sollte aus den zur Verfügung stehenden Technologien und Energieträgern die für das individuelle Gebäudekonzept passende wählen können. Ein Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt sollte durch entsprechende Förderanreize erfolgen. Die geplante Weiterentwicklung der Gebäude-Energiestandards erfordert ein hohes Maß an Sensibilität und Augenmaß. Gleichzeitig bietet der Prozess große Chancen, mit einem smarten, schlankeren Ordnungsrecht eine wichtige Grundlage für die Wärmewende zu schaffen.

Bei der Forderung nach klaren Strukturen assoziiere ich das Schlagwort Sanierungsfahrpläne. Ist Sanierung des Gebäudebestandes auch oder nur eine Frage der strukturierten Planung?

Wir arbeiten gerade an einem Projekt für das BMWi, von dem ich mir viel verspreche. Wenn es uns gelingt, gebäude­individuelle Sanierungsfahrpläne zu einer Selbstverständlichkeit zu machen, dann sollte es für die Bürgerinnen und Bürger viel einfacher werden, Sanierungsmaßnahmen nach ihren individuellen Bedürfnissen auszurichten und Schritt für Schritt zu planen. Wir bringen damit etwas mehr Ordnung in den Dschungel aus der Sicht derjenigen, die da investieren und tätig werden wollen.

Wir haben ja im Gebäudebereich auf der politischen Ebene ganz unterschiedliche Akteursgruppen, auch mit gewichtigen wirtschaftlichen Interessen, die nicht unbedingt immer an einem Strang ziehen. Kann die dena hier eine Rolle der ordnenden Hand im weitesten Sinne spielen?

Ich finde, dass uns dies mit der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz sehr gut gelungen ist. Da muss ich sagen: Chapeau an meinen Vorgänger, dass er das auf die Beine gestellt hat. Alle relevanten Akteure aus dem Bereich Gebäude-Energieeffizienz an einen Tisch zu bekommen, ihre Interessen und Positionen zusammenzuführen und einen gemeinsamen Nenner zu finden, ist nicht immer einfach. Aber es ist eine Grundbedingung, um energetisches Bauen und Sanieren voranzubringen. Wenn wir den Menschen zum Beispiel gebäude­individuelle Sanierungsfahrpläne anbieten wollen, funktioniert das nur, wenn die unterschiedlichen Branchen konstruktiv zusammenarbeiten. Und auch die Politik weiß die geea als gemeinsame Stimme der Gebäude-Effizienzbranchen zu schätzen. Ich bin stolz und dankbar, dass die Unternehmen und Verbände in der geea so gut zusammenarbeiten, um die Wärmewende erfolgreich zu gestalten, und hoffe, dass dies auch noch lange Zeit so bleiben wird.

Zum Abschluss noch kurz zum Thema Digitalisierung der Energiewende, das sie ja unter anderem auch auf den Berliner Energietagen spielen: Noch so ein Modethema? Eines das wir in zwei Jahren wieder zu den Akten gelegt haben, weil zum Beispiel der Kühlschrank immer das Falsche einkauft oder die Waschmaschine nachts nervt?

Ja, das habe ich mich auch gefragt. Ist das jetzt ein Buzz-Word oder ist das jetzt was Neues? Was ist eigentlich Digitalisierung. Die einen sagen: „Gab‘s schon immer, hat sich halt einfach weiterentwickelt“. Das ist nicht ganz falsch, aber die Geschwindigkeit der Entwicklung bei der Digitalisierung ist exponentiell. Und das ist schon beeindruckend. Andere sagen: „Digitalisierung hat disruptives Potenzial.“ Auch da ist was dran. Ich glaube, dass wir die Vielfalt der Energieversorgung mit den vielen Hunderttausend dezentralen Komponenten, die wir mittlerweile in Deutschland haben, gar nicht anders bewerkstelligen können als mit Digitalisierung. Es ist die Gunst der Stunde, dass wir bei der Digitalisierung heute so weit sind. Das wird unser Denken, unser Arbeiten verändern. Es eröffnen sich viele Chancen für neue Unternehmen, in Märk­te der Energiewende hineinzustoßen. Das möchte ich gerne fördern, deshalb hat die dena diese sektor­übergreifende Plattform gegründet. Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe.

Jürgen Pöschk: Herr Kuhlmann, ich danke Ihnen sehr für dieses Gespräch.