Berliner ImpulsE

31.10.17 Nachricht Forschung & Innovationen

Emissions Gap Report 2017:

Kohlendioxid-Budget bereits am Limit

Die Pariser Klimaschutzziele lassen sich nach Einschätzung der UN selbst bei Einhaltung aller Klimaschutzzusagen nicht einhalten. Das zeigt der UN Environment „Emissions Gap Report 2017“.

Demnach wird sich die Erderwärmung auch bei Einhaltung der Klimaschutzzusagen aller Länder im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um mindestens drei Grad erhöhen. Wenn die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzt werden soll, wäre das CO2-Budget für den Rest des Jahrhunderts bei gleichbleibenden Klimaschutzzielen bereits bis 2030 zu 100 Prozent aufgebraucht, bei einem Zwei-Grad-Ziel zu 80 Prozent.

80 bis 90 Prozent der weltweiten Kohlereserven müssen im Boden bleiben, wenn die Klimaziele erreicht werden sollen, heißt es in dem Bericht weiter. Würden alle 6.683 Kohlekraftwerke der Welt bis an das Ende ihrer geplanten Betriebszeit laufen, ergebe sich in der gesamten Zeit allein dadurch ein CO2-Ausstoß von schätzungsweise 190 Gigatonnen CO2. Berücksichtigt man die in Bau befindlichen und geplanten Kraftwerke, seien es insgesamt allein durch Kohlenutzung 340 Gigatonnen.

Der Report zeigt zudem konkrete Wege, wie Länder kostengünstig CO2 einsparen können: Erneuerbare Energien, mehr Energieeffizienz, Aufforstung und Vermeidung von Waldzerstörung könnten mit geringen Kosten umgesetzt werden oder sogar Gewinne bringen.

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