Berliner ImpulsE

26.02.15 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Fraunhofer vereinfacht mit OGEMA 2.0 das Energiemanagement

Mit OGEMA 2.0 haben drei Fraunhofer Institute gemeinsam mit Partnern aus der Industrie eine Software entwickelt, die Stromverbraucher und -erzeuger einfacher koordinieren können soll. Immer mehr Konsumenten von Elektrizität sind auch Produzenten, viele verschiedene Mess- und Steuerungseinheiten sind im System zwischengeschaltet, die es zu einem Ganzen zu vereinen gilt.

Viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sowie private Haushalte sind nicht mehr nur Abnehmer von elektrischem Strom, sie leiten auch Elektrizität ins Netz ein. Dies oft nach Verfügbarkeit Erneuerbarer Energien bei Solaranlagen auf dem eigenen Dach oder als Nebenprodukt bei Blockheizkraftwerken und industriellen Kraftwärmekopplungs-Anlagen und daher nicht selten unvorhersehbar.

Dieser Koordinierungsbedarf paart sich mit einer weiteren Steuerungsaufgabe in Form von intelligenten Stromnetzen und -zählern ("Smart Grids" und "Smart Metern"). Die Kompatibilität litt bislang häufig an unterschiedlichen Standards und Kommunikationsprotokollen. Die Software OGEMA 2.0 setzt dort an und verspricht wie ein Dolmetscher alle Energieerzeuger, -verbraucher und Steuerungssysteme zu einem interagierenden System vereinen zu können.

Im Ergebnis sein nur noch eine Softwareplattform notwendig, um das eigene Energiemanagement zu steuern. Über den heimischen PC, das Tablet oder Smart-Phone könne beispielsweise der Energieverbrauch abgebildet und ausgewertet, variable Stromtarife genutzt sowie Verbraucher gesteuert werden.

Die Software wurde von den drei Fraunhofer-Instituten für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), für Integrierte Schaltungen (IIS) und für Solare Energiesysteme (ISE) entwickelt und wird vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gefördert.

Meldung des BMWi
Weitere Informationen vom Fraunhofer Institut

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