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PIK-Studie: Welche Politikinstrumente helfen beim Erreichen des Zwei-Grad-Ziels?

Eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat ergeben, dass eine sinnvoll kombinierte Technologieförderung einen suboptimalen CO2-Preis ausgleichen kann. Die Forscher um den Leit-Autor der Studie, Christoph Bertram verglichen die Wirksamkeit einer Reihe von Politikinstrumenten und quantifizierten deren Wechselwirkungen.

In einer idealen Welt läge der Preis für die Emission einer Tonne CO2 wohl bei über 30 US-Dollar. Die notwenigen Maßnahmen zur Erreichung eines solchen Wertes sind nach Einschätzung der Wissenschaftler aber wenig realistisch – als Ergebnis sei das Verharren bei einem niedrigen Preisniveau in den nächsten Jahren nicht unwahrscheinlich. In dieser zweitbesten Welt könne aber ein geschicktes Kombinieren von Instrumenten helfen, das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen.

So müssten Staaten weltweit die Förderung Erneuerbarer Energien vorantreiben, die  Abscheidung und Einlagerung von CO2 weiter erforschen und implementieren sowie auf neue Kohlekraftwerke verzichten und strengeren Grenzwerten für besonders umweltschädliche Technologien, wie etwa Braunkohle, erlassen.

In der aktuellen Politik forciere man die Förderung Erneuerbarer Energien, lasse aber zu, dass umweltschädliche Kohlekraftwerke sauberere Gaskraftwerke verdrängen. Durch einen Aufbau emissionsintensiver Infrastruktur stiegen nicht nur die aktuellen Emissionen, es werde aufgrund der langen Lebensdauer der Kraftwerke auch schwieriger, zukünftig Emissionen zu reduzieren.