Berliner ImpulsE

Studie formuliert Prämissen für erfolgreiche Wärmewende

Laut einer Studie im Auftrag des Thinktanks Agora Energiewende muss Deutschland bei der energetischen Sanierung, der Marktdurchdringung mit Wärmepumpen und dem Ausbau der Wärmenetze noch deutlich nachlegen, um die Energiewende im Gebäudewärmesektor auf den richtigen Weg zu bringen.

Die Fraunhofer-Institute für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und für Bauphysik (IBP) hatten Mindestniveaus für Schlüsseltechnologien und -ansätze zur Dekarbonisierung untersucht.
Kernforderungen sind:

  • Der Wärmesektor braucht den Ölausstieg. Im Jahr 2030 sollte der Gebäudewärmemix rund 40 Prozent Gas, 25 Prozent Wärmepumpen und 20 Prozent Wärmenetze enthalten.
  • Die Energieeffizienz muss durch Erhöhung der Sanierungsrate auf zwei Prozent und eine große Sanierungstiefe so verbessert werden, dass der Gebäudewärmeverbrauch 2030 um ein Viertel kleiner ist als 2015.

  • Bis 2030 müssten fünf bis sechs Millionen Wärmepumpen installiert werden, und zwar auch in Altbauten, zum Beispiel als bivalente Wärmepumpensysteme mit fossilen Spitzenlastkesseln.

Für 2030 ist laut Studie ein Erneuerbare­Energien­Ziel von mindestens 60 Prozent am Bruttostromverbrauch nötig. Der zusätzliche Stromverbrauch aus dem Wärme- und Verkehrssektor muss CO2-frei gedeckt werden.