Berliner ImpulsE

CO2-Einsparung soll zentraler EnEV-Bestandteil werden

Eine vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS e. V. in Auftrag gegebene Studie empfiehlt die Einführung eines Klimaschutzfaktors in der EnEV.

Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) und das Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden (ITG) hatten die Studie mit dem Titel „Weiterentwicklung der Primärenergiefaktoren (PEF) im neuen Energiesparrecht für Gebäude“ erstellt.

Nach ihrer Einschätzung verfehlt die EnEV in ihrer aktuellen Form ihre Lenkungswirkung hin zu mehr Klimaschutz und Verbraucheraufklärung. Der vorgelegte Vorschlag soll diese Fehlentwicklung nun beheben und zugleich die Anreize zu mehr Energieeffizienz erhöhen.

Die Institute schlagen vor, zusätzlich zum so genannten Primärenergiefaktor einen CO2-Faktor einzuführen. Die bisherige Formel zur Berechnung der Primärenergiefaktoren halten sie für nicht geeignet, Energieeffizienz und CO2-Emissionen transparent abzubilden.

Der CO2-Faktor erlaube eine realistischere Bewertung des Einflusses des Energieträgers auf das Klima. Dadurch würden weniger CO2-intensive Energieträger wie Erdgas bessergestellt als beispielsweise Kohle und Heizöl. Der zusätzliche Faktor könne laut den Instituten auch schrittweise eingeführt werden, damit sich Verbraucher, Heizgerätehersteller und die Wohnungswirtschaft auf die veränderten Anforderungen einstellen können.