Berliner ImpulsE

Studie: Mit Windgas zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien

Die Speicherung von Strom aus Wind und Sonne mittels Windgas-Technologie ermöglicht hierzulande bis 2050 eine 100-prozentige Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien und senkt zugleich die Kosten für die Energiewende um hohe Milliardenbeträge.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Bedeutung und Notwendigkeit von Windgas für die Energiewende in Deutschland“ der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH) und des Berliner Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag der Greenpeace Energy eG.

Den Wissenschaftlern zufolge wird ein Stromsystem mit Windgas-Anlagen ab Mitte der 2030er-Jahre günstiger sein als eines ohne. Bereits 2040 liege die jährliche Ersparnis zwischen zwei und sechs Mrd. Euro und steige bis 2050 auf zwölf bis gut 18 Mrd. Euro an.

Im Strombereich müssten laut Studie bis 2050 maximal 134 GW an Windgas-Anlagen gebaut werden. Dieser Bedarf sinkt, wenn ergänzend zu Windgas andere und vielleicht günstigere Möglichkeiten zum Ausgleich der schwankenden Produktion Erneuerbarer Energien erschlossen werden, etwa Batteriespeicher, kundenseitige Verbrauchsanpassung oder steuerbare Erneuerbare Energien.
Auch in anderen Wirtschaftsbereichen wie Verkehr und Chemie werde Windgas zur Dekarbonisierung notwendig, so die Studie.