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Alarmierende BDEW-Studie: Deutscher Heizungsbestand überaltert

Eine jüngst veröffentlichte Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kommt zu dem Ergebnis, dass der deutsche Heizungsbestand bedenklich überaltert ist. Das Potential für CO2-Einsparungen sei hier immens, allerdings müsse der Wärmemarkt endlich stärker in den Fokus rücken, so BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller.

Durchschnittlich kommt der Heizungsbestand im Bundesgebiet auf ein Alter von 17,6 Jahren. Etwas über ein Drittel aller Anlagen sei sogar älter als 20 Jahre. Dies entspräche nicht mehr dem Stand der Technik; bei einem Anteil des Wärmemarktes von rund 40 Prozent am Endenergieverbrauch in Deutschland sei hier ein dringender Handlungsbedarf angezeigt, so der BDEW. Mögliche Lösungen seien beispielsweise dezentrale Systeme der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

Aufschluss gibt die Studie auch zu den in Deutschland verbauten Heizungsanlagen sowie den Ansprüchen der Eigentümer an diese. Vor allem Sicherheit und unkomplizierte Handhabung seien hier wichtig, sagen 71 Prozent der 5.000 befragten Haushalte. 70,4 Prozent von ihnen nutzen eine Zentralheizung (etwa die Hälfte Erdgas-betrieben), Fernwärme versorgt 13,5 Prozent und Erdgas-Etagenheizungen schlagen mit 9,8 Prozent des Gesamtbestandes in Deutschland zu Buche. Erdgas macht mit 19,3 Millionen Haushalten (49,3 Prozent) dabei den größten Anteil an Energieträgern aus.