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PIK warnt vor Abschmelzen des Ewigen Eises in der Antarktis

Überschreitet die globale Erwärmung nicht die Zwei-Grad-Schwelle, ließe sich der langfristige Beitrag der Antarktis zum Anstieg des Meeresspiegels auf einige möglicherweise noch handhabbare Meter beschränken. Das zeigt eine neue Studie unter anderem des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Jenseits der Zwei-Grad-Schwelle würden sich jedoch sowohl die West- als auch die Ostantarktis langfristig destabilisieren.

Wenn alle weltweit verfügbaren fossilen Ressourcen von Kohle, Öl und Gas verbrannt würden, könnte die antarktische Eisdecke nahezu vollständig abschmelzen. Der Meeresspiegel könnte dann um mehr als 50 Meter ansteigen. Das würde die Küstenregionen der Welt noch auf Jahrtausende verändern. Sogar eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf zwei Grad erhöht laut Studie bereits das Risiko einer Destabilisierung der Westantarktis. Es nehme mit jedem zusätzlichen Zehntelgrad Erwärmung zu.

Die umfangreichen Simulationen der Forscher berücksichtigen den Einfluss der Erwärmung von Luft und Wasser genauso wie mögliche Wechselwirkungen, die Eisverlust und Schmelzprozesse beschleunigen könnten. Sie gehen zudem auf Phänomene wie verstärkten Schneefall in der Antarktis durch die Erwärmung ein, der einen Teil des Eisverlusts ausgleichen könnte.