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IASS-Studie zur Energiewende: Zufriedenheit der Deutschen mit der Energiewende

Ein Großteil der Deutschen steht der Energiewende positiv gegenüber. Dies ergab eine sozialwissenschaftliche Studie des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS). Die Analyse misst darüber hinaus, für wie gerecht die Deutschen die Energiewende halten. Zwei Drittel der Befragten sehen allerdings eine soziale Schieflage. Den politischen Parteien stellen die Deutschen ein schlechtes Zeugnis aus und fordern mehr staatliche Verantwortung.

88 Prozent der Befragten gaben an, die Energiewende zu befürworten. Das Ergebnis zog sich durch sämtliche Bildungs-, Einkommens- und Altersgruppen sowie politischen Präferenzen, auf dem Land wie in den Städten. Drei Viertel wollen sich selbst an der Energiewende beteiligen (75 Prozent), über 80 Prozent halten die Förderung von erneuerbaren Energien, Energiesparen und Energieeffizienz  für richtig. 63 Prozent stimmen dem Kohleausstieg zu.

73 Prozent der Befragten machen die Energiewende für erhöhte Strompreise verantwortlich, fast jeder zweite Deutsche hält die Energiewende für ungerecht. Zwei Drittel erkennen im Allgemeinen eine soziale Schieflage, 65 Prozent gehen davon aus, dass die „kleinen Leute“ den Großteil der Kosten der Energiewende tragen.

Die Studie trägt weitere Ergebnisse zur Wahrnehmung der Energiewende unter den Deutschen zusammen, etwa über die Unzufriedenheit mit den energiepolitischen Kompetenzen der politischen Parteien. Darüber hinaus fordern die Befragten mehr staatliche Verantwortung für eine sozial gerechtere Ausgestaltung der Energiewende. Diese solle beispielsweise für niedrigere Energiepreise sorgen und bedürftige Bürger bei der Deckung ihres Wärme- und Strombedarfs finanziell unterstützen.