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Finnische Studie: Treibhausgase durch Altbewährtes reduzieren

Wie die WirtschaftsWoche Green Economy meldet, schlussfolgern finnische Wissenschaftler des Thinktanks Sitra in einer Studie, dass nichts Neues getan werden muss, um die Treibhausgasemissionen deutlich zu senken.

Es müssten lediglich bereits entwickelte und in bestimmten Ländern gut funktionierende Ansätze und Projekte weltweit ausgebaut werden, um bis zum Jahr 2030 die Treibhausgasemissionen ohne große Investitionen um zwölf Gt jährlich zu reduzieren. Das entspricht der Menge, die EU und USA derzeit zusammen pro Jahr ausstoßen.

Laut Studie liegen die jährlichen Kosten für die angedachten Lösungen bei 94 Mrd. US-Dollar, die potenziellen Netto-Einsparungen allerdings bei 171 Mrd. US-Dollar.

Die vorgeschlagenen Lösungen fallen unter die Kategorien Erneuerbare Energien, Industrie, Transport, Gebäude und Haushalte sowie Wälder und Landwirtschaft. Zu den vielversprechendsten Ansätzen zählen laut den Sitra-Forschern der Ausbau von On Grid-Solarenergie wie in Deutschland oder eine Einschränkung der weltweiten Abholzung von Wäldern am Beispiel von Brasilien.

Werden die positiven Auswirkungen von vermiedenem Klimawandel, verringerter Luftverschmutzung, verbesserter Energiesicherheit und -effizienz sowie Ressourceneffektivität in die Rechnung einbezogen, können die beschriebenen Ansätze für ein ordentliches Plus in den öffentlichen Haushalten sorgen, heißt es in der Studie.