Fenster können so gut vor Wärmeverlust schützen wie Wände
Moderne Fenster haben dieselbe Temperatur wie die Wände. Voraussetzung dafür sind dicht schließende Rahmen und eine Wärmeschutzverglasung. Für eine energieeffiziente Gebäudehülle sind gute Fenster genauso unentbehrlich wie eine gute Wärmedämmung!
Alte Fenster aufarbeiten und nachrüsten
Gut erhaltene Holzrahmen können mit einer Wärmeschutzverglasung nachgerüstet werden. Die Innenflügel von Doppelkastenfenstern müssen dann gut abgedichtet werden. Einfachfenster können oftmals mit zusätzlichen Fensterflügeln ergänzt werden. Das spart Energie und verbessert den Schallschutz.
Auf dicht schließende Rahmen achten: Das beste Wärmeschutzglas nützt nichts, wenn der Rahmen undicht ist oder selbst viel Wärme nach außen leitet (z.B. alte Metallrahmen). Dann ist der Austausch der Rahmen notwendig.
Besonders energiesparend sind gedämmte Rahmen oder Rahmen aus Mehrkammerprofilen. Doch Vorsicht: Dicht schließende Fenster sind nur bei guter Wärmedämmung zu empfehlen, sonst drohen Schimmelprobleme.
Rolllädenkästen nicht vergessen!
Außen liegende Rollläden sind ein guter zusätzlicher Wärmeschutz. Aber Achtung: vergessen Sie nicht, die Rollladenkästen zu dämmen. Meist können diese innen mit Dämmstoff ausgekleidet werden.
Auf den U-Wert kommt es an
Achten Sie bei der Auswahl neuer Fenster auf den U-Wert: je niedriger der U-Wert, desto höher der Wärmeschutz. Der U-Wert darf bei Ersatz oder Erneuerung von außen liegenden Fenstern max. 1,5 W/(m2K) betragen. Empfehlenswerter sind jedoch Verglasungen mit einem U-Wert von < 1,2 W/(m2K). Bei geringen Mehrkosten bringt das ein deutliches Plus an Wärmeschutz.
Fenster/ Verglasung | U-Wert in W/ m2K | Bewertung |
Passivhausfenster (3-fach Verglasung) | < 0,8 | Sehr gut |
Moderne Wärmeschutzverglasung | 1,2 | Gut |
Wärmeschutzverglasung | 1,8 | Mittel |
Doppelverglasung | 3,0 | Schlecht |
Einscheibenglas | 5,7 | Sehr schlecht |