16.02.2010

Kopenhagen-Vereinbarung aus BMU-Sicht

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat eine inoffizielle Übersetzung der „Kopenhagen-Vereinbarung“ veröffentlicht, die Delegationen von über 190 Ländern am Ende der UN-Klimakonferenz zur Kenntnis genommen, aber nicht formell verabschiedet haben.



Die Vereinbarung bindet bislang nur die beteiligten Staaten, bildet jedoch die Grundlage für die weiteren internationalen Klimaverhandlungen in diesem Jahr. In einer Bewertung der Konferenz durch das BMU heißt es u.a., dass es trotz des Minimalkompromisses falsch gewesen wäre, den Verhandlungstisch zu verlassen, da weder EU noch Deutschland die Klimakrise allein lösen könnten. Die internationale Klimapolitik sei die Nagelprobe dafür, wie die künftige Weltordnung aussehe und welche Rolle die Europäische Union in ihr spielen könne. Positiv sei, dass sich erstmals eine große Gruppe von Industrie- und Entwicklungsländern auf das 2-Grad-Ziel geeinigt habe. Positiv seien auch die Transparenzanforderungen an Maßnahmen der Entwicklungsländer sowie die Aussagen zur finanziellen Unterstützung.