Wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) vermeldet, lag der Energieverbrauch im vergangenen Halbjahr bei insgesamt 6.903 Petajoule (PJ) bzw. 235,5 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. tSKE). Trotz verbrauchssteigernder Faktoren wie einer kühleren Witterung, einem leichten Wirtschaftswachstum sowie dem Schalttag in diesem Jahr, seien die Werte vergleichbar mit den Zahlen aus dem Vorjahreszeitraum. Laut AG Energiebilanzen trugen statistische Effekte des Kernenergieausstiegs sowie eine Steigerung der Energieeffizienz dazu bei den Verbrauchszuwachs zu dämpfen.
Der Mineralölverbrauch lag mit einem Minus von 0,2 Prozent leicht unter dem Vorjahreszeitraum. Leichtes und schweres Heizöl wurde jedoch witterungsbedingt besonders stark nachgefragt – diese Mineralöltypen verzeichnen ein Plus von 12 Prozent. Ebenfalls Zuwächse gab es bei Diesel. Ausgeglichen wurde dieser Anstieg jedoch durch Einbrüche beim Verbrauch von Otto- und Flugkraftstoffen sowie bei der Grundstoff- und Chemieindustrie.
Der Erdgasverbrauch legte witterungsbedingt um 0,4 Prozent zu. Der Verbrauch von Steinkohle stieg um rund 3 Prozent.
Der größte Rückgang findet sich im Zuge des Atomausstiegs bei der Kernenergie: Sie verringerte ihren Beitrag zum gesamtdeutschen Energieverbrauch um rund 18 Prozent. Demgegenüber stieg die Nutzung Erneuerbarer Energie um circa 9 Prozent an.
Ausführliche Berichte zur Entwicklung des Energieverbrauchs in Deutschland