Leitautor der Studie ist Michiel Schaeffer von Climate Analytics und der Universität Wageningen, Co-Autor Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Sie stützen sich auf den tatsächlich beobachteten Meeresspiegelanstieg im vergangenen Jahrtausend sowie auf Szenarien für künftige Treibhausgasemissionen.
Würde der Ausstoß von Treibhausgasen stärker begrenzt und die Erwärmung dadurch unter 1,5 Grad Celsius gehalten, könnte das den Meeresspiegel deutlich niedriger halten.
Bisherige Projektionen zum Meeresspiegelanstieg über mehrere Jahrhunderte hätten nur den Anstieg durch die thermische Ausdehnung des Meerwassers berücksichtigt. Die neue Studie verwende einen sog. semi-empirischen Ansatz, der auf dem Zusammenhang zwischen beobachteter Temperatur und Meeresspiegel während der vergangenen Jahrhunderte basiere, um daraus Schätzungen für einen Meeresspiegelanstieg in Szenarien künftiger globaler Erwärmung abzuleiten und zu berechnen.