Berliner ImpulsE

Bauen und Sanieren

Rund 40 Prozent der gesamten Endenergie in Deutschland werden im Gebäudebereich verbraucht. Dabei entfällt der größte Einzelbeitrag auf die Beheizung. Dementsprechend sind die Bereiche Gebäudehülle und Heiztechnik für die Entwicklung von Energieeffizienz und Klimaschutz von entscheidender Bedeutung.

Sowohl der Bund als auch das Land Berlin konzentrieren sich mit vielfältigen Informations- und Beratungsangeboten, finanziellen Anreizen sowie ordnungsrechtlichen Initiativen auf den Gebäudebereich und hier insbesondere auf den Gebäudestand.


Gut informiert?

Energieeffizientes Bauen oder Sanieren ist schon längst keine besondere Herausforderung mehr. Wer will, kann mittlerweile auf eine breites Angebot an Unterstützung und ausgefeiltem Know-How zurückgreifen. Wichtig ist, diese Angebote und Möglichkeit zu kennen. Das Internet bietet mittlerweile eine gute erste Anlaufstelle und viele kleine Werkzeuge, um sich selbst einen ersten Überblick zu verschaffen. So lassen sich Maßnahmen und Unterstützungsangebote aufspüren.

Bei einer anstehenden Sanierung sollte ebenso wie beim Neubau die erste wirkliche Maßnahme dann allerdings immer eine professionelle Beratung sein. Denn Gebäude sind hochkomplexe, individuelle Organismen mit eigenen Anforderungen, die oft nur der Fachmensch erkennen kann. Ein Pauschalrezept hinsichtlich energieeffizienter Maßnahmen hingegen gibt es nicht.


Energieeffizienz-Experten finden

Zentral für das Gelingen eines Effizienz-Projekts ist der Rückgriff auf professionelle Expertise. Je nach Projektrahmen stehen dafür unterschiedliche Ansprechpartner zur Verfügung. Gute Anlaufstellen sind beispielsweise der Architekt des Vertrauens oder lokale Institutionen wie Kammern, Innungen und allgemeinen Verbraucherberatungen.

Profis konsultieren die Energieeffizienz-Experten-Datenbank des Bundeswirtschaftministeriums. In dieser Datenbank akkreditierte Spezialisten sind beispielsweise die notwendige Wahl, wenn Bundesförderungen beispielsweise der KfW in Anspruch genommen werden sollen.

Zur Energieeffizienz-Experten-Datenbank


Umweltgerechtes Bauen und Sanieren

Der Zusammenhang von Baustoffen und der Umwelt- / Klimabilanz eines Gebäudes rückt zunehmend in den Fokus. So ist ein Gebäude mit niedrigem Energieverbrauch im laufenden Betrieb zwar schon gut, aber wirklich klimaneutral kann es erst sein, wenn schon der Herstellungsprozess (sog. "Graue Energie") sowie abschließend auch Abriss/Rückbau/Verwertung in die Gesamtrechnung eingehen.

Einen guten ersten Überblick hinsichtlich der umweltspezifischen Bewertung von Baustoffen bietet die Baustoffdatenbank ÖKOBAUDAT des Bundesumweltministeriums, in der Baustoffe und Baustoffkategorien nach ökologischen Kriterien aufgeschlüsselt werden. Fachleute finden hier eine gute Grundlage zur Berechnung der echten Umweltbelastung durch ein Bauprojekt.

Baustoffdatenbank ÖKOBAUDAT


Förderung und Co-Finanzierung

KfW-Bildarchiv / Rüdiger Nehmzow

In Deutschland gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Eigentümer und Bauherren, ihre eigenen Investitionen in Energieeffizienz mit öffentlichen Mitteln unterfüttern zu lassen. So können auch Maßnahmen umgesetzt werden, die aus eigener Kraft kaum zu leisten wären oder die sich "eigentlich nicht rechnen".

Ein wichtiger Partner auf Bundesebene ist beispielsweise die Förderbank KfW, aber auch ein ganzer Pool an regionalen Förderprogrammen ist vorhanden, die je nach Bundesland teils sehr spezifische Anforderungen haben. Wichtig ist, diese teils sehr individuellen Fördermöglichkeiten schon im Planungsprozess zu identifizieren und in die eigenen Kalkulationen aufzunehmen.

Wichtige Programme und Ansprechpartner