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07.02.19 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Jahresbilanz für Heizungsmarkt 2018

BDH: Wärmewende nicht in Sicht

Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH) zieht eine gedämpfte Jahresbilanz für den Heizungsmarkt im Jahr 2018. Es gab erneut keine Initialzündung für die Wärmewende.

Mit 732.000 abgesetzten Wärmeerzeugern konnten die 104 im BDH organisierten Hersteller insgesamt zwar ein Plus von drei Prozent gegenüber 2017 erzielen. Das geht aber ausschließlich auf das nach wie vor dynamische Neubaugeschäft zurück. 

Im Bestand wurden hingegen nur rund 600.000 Geräte eingesetzt. Die Zahl der veralteten Anlagen im Bestand liegt demgegenüber bei circa zwölf Millionen. 

Energieeffiziente Gas-Brennwerttechnik war mit 492.500 abgesetzten Geräten und einem Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr die am meisten nachgefragte Technologie. Ihr Anteil an den neu installierten Geräten lag bei mehr als 67 Prozent. Der Zukunft Erdgas e.V. weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass Gas-Brennwertgeräte im Vergleich zu alten Ölheizgeräten Energieverbrauch und Heizkosten um bis zu 33 Prozent senken können.

Wärmepumpen landeten erneut auf Platz zwei der Absatzstatistik (84.000 verkaufte Geräte, +8 Prozent). Danach folgt die Öl-Brennwerttechnik mit 58.500 Geräten und einem Minus von drei Prozent. Biomasse-Heizungen verzeichneten ein Minus von 9 Prozent (24.000 verkaufte Geräte).

Laut Zukunft Erdgas wurden 2018 bundesweit auch dank des Technologieeinführungsprogramms knapp 3.500 Brennstoffzellengeräte installiert. Die zunehmend mit Wasserstoff betriebene Technik ebne den Weg in die Welt des grünen Gases.

Die im BDH organisierten Unternehmen mit rund 75.500 Beschäftigten erwirtschafteten insgesamt einen weltweiten Umsatz von 15,1 Mrd. Euro. Die Hersteller investierten 680 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung. 

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