Berliner ImpulsE

05.11.18 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Stadtwerke und E.ON

Innovatives Energiekonzept für TXL

Die Bietergemeinschaft aus Berliner Stadtwerke und E.ON ging als Sieger aus einer EU-weiten Konzessions-Ausschreibung für den Forschungs- und Industriepark in Berlin-Tegel hervor.

Die Versorgung erfolgt über ein neuartiges Niedrigtemperaturnetz. Dieses sogenannte LowEx-Netz wird mit Temperaturen bis 40 Grad Celsius betrieben. Es ist nach Aussagen von Philipp Bouteiller, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH, in das Netz  in der geplanten Größenordnung weltweit einzigartig.

Durch die im Vergleich zu einem klassischen Fernwärmenetz niedrigere Betriebstemperatur können Wärmeverluste reduziert werden. Weiter können bei den Verbrauchern installierte Wärmepumpen bei Bedarf höhere Temperaturen sowie auch Kühlenergie erzeugen. Das LowEx-Netz kann überschüssige oder selbsterzeugte Energie (z.B. Produktionsabwärme aus den Gewerbe- und Industriebetrieben des Standortes oder Energie aus erneuerbaren Quellen) aufnehmen und macht den Kunden so zugleich zum Produzenten. Weil alles direkt vor Ort dezentral und nachhaltig aus einem Mix von Blockheizkraftwerken, Solaranlagen, Geothermie und Abwasserwärme erzeugt, gespeichert und verbraucht wird, fungiert das Netz als Energie-Tauschplatz.

Mit der Urban Tech Republic und dem Schumacher Quartier soll eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas auf dem Areal des heutigen Flughafens Tegel entstehen.

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