Berliner ImpulsE

02.07.18 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Forderung nach Nachbesserungen

BSW-Solar und GdW bemängeln Mieterstromgesetz

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW) fordern gemeinsam Nachbesserungen des Mieterstromgesetzes.

Der Zugang für Mieter zu Solarstrom wird nach Ansicht der beiden Verbände weiterhin durch unnötige steuerliche und bürokratische Barrieren erschwert. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes registrierte die Bundesnetzagentur gut 100 Mieterstromprojekte mit einer Photovoltaik-Gesamtleistung von rund drei MW. Nach Einschätzung von GdW und BSW näherte sich die Leistung damit nicht einmal um ein Prozent an das Solarpotenzial auf Mietshäusern an, das die Bundesregierung in einer Studie ermittelt hat. Demnach könnten in Deutschland bis zu 3,8 Mio. Wohnungen mit Mieterstrom versorgt werden.

In einer Befragung von Akteuren der Immobilienbranche sowie der Solar- und Energiewirtschaft zeigten sich 43 Prozent der Befragten eher unzufrieden, 28 Prozent sehr unzufrieden mit dem Mieterstromgesetz. 28 Prozent sind eher zufrieden, drei Prozent sehr zufrieden. Abschreckend wirken laut Umfrage vor allem die Komplexität des Geschäftsmodells, die zu geringe Wirtschaftlichkeit sowie das komplizierte Zählerwesen und der komplizierte Netzanschluss.

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