Berliner ImpulsE

12.11.19 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

dena-Gebäudereport 2019

dena: Energieverbrauch in Gebäuden weiter zu hoch

Obwohl der Energieverbrauch für Raumwärme und Warmwasser in Wohn- und Nichtwohngebäuden eigentlich sinken soll, lag er im Jahr 2017 sogar leicht über dem Niveau von 2010. Das zeigt der Gebäudereport 2019 der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Insgesamt betrug der Wärmeverbrauch 2017 deutschlandweit 870 TWh – gegenüber 865 TWh 2010.

Den Grund dafür sieht die dena vor allem in fehlenden Anreizen für Sanierungsmaßnahmen und den Einsatz von innovativen Technologien. So stagniert die Sanierungsrate weiter bei etwa einem Prozent pro Jahr. Zum Erreichen der Klimaziele wären mindestens 1,5 Prozent notwendig.

Der Gebäudereport zeigt auch, dass Energieeffizienzmaßnahmen kaum Auswirkungen auf die Miet- und Immobilienpreise haben. Hohe energetische Standards und niedrige Energieverbräuche führten vielmehr langfristig zu einer Kostenentlastung.

Der Report nennt verschiedene Maßnahmen und Technologien, mit denen die Klimaziellücke im Gebäudebereich geschlossen werden kann. Dazu gehören zum Beispiel innovative Geschäftsmodelle wie serielles Sanieren und Energiespar-Contracting sowie digitale Lösungen und Künstliche Intelligenz für mehr Energieeffizienz.

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