Berliner ImpulsE

26.11.19 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Klimaziele 2030

dena entwickelt Konzepte für urbane Energiewende

Der Abschlussbericht zum Projekt Urbane Energiewende der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zeigt auf, dass die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr in urbanen Räumen im Sinne der integrierten Energiewende weiterentwickelt werden müssen.

Nur so können Städte und Kommunen dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen signifikant zu reduzieren und die 2030er-Klimaziele zu erreichen. Allerdings ist dafür ein strategischer Orientierungsrahmen erforderlich, der urbane Räume in das nationale Zielsystem aufnimmt, auf optimale Integration lokaler Infrastrukturen und die Vernetzung der Akteure setzt. 

Die Energieplanung muss als Aufgabe der Stadtplanung in die Breite gebracht werden, so Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. 

Solarpotenziale auf Dächern und Mieterstrommodelle müssen gestärkt werden, fordern die Projektpartner. Sie empfehlen zudem die digitale Nutzung energiebezogener Daten, die die Vernetzung zwischen den Sektoren Strom, Wärme, Kälte und Mobilität ermöglicht. 

Um die Wirtschaftlichkeit klimafreundlicher Wärmekonzepte gegenüber CO₂-intensiveren Varianten zu erhöhen, sollte der Bund die KWK zeitnah weiterentwickeln, das angekündigte Förderprogramm zur EE-Fernwärme („Basisprogramm“) vorantreiben sowie eine Anpassung des Gebots zur kurzfristigen Kostenneutralität bei der Umstellung der Wärmelieferung in Mietwohnungen vornehmen.

Der ÖPNV sollte künftig noch stärker als Rückgrat urbaner Verkehrssysteme fungieren. Nach Ansicht der Projektpartner müssen dafür konkrete Klimaziele in Nahverkehrsplänen verankert werden. Sharing-Angebote sollten in erster Linie als Ergänzung zum ÖPNV genutzt werden. Auch für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur im privaten, im halb-öffentlichen und im öffentlichen Raum machen sich die Projektpartner stark.

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