Berliner ImpulsE

12.02.20 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

dena zu Corporate Green PPAs

Langfristige Lieferverträge für grünen Strom rechnen sich

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat den neuen dena-Marktmonitor 2030 „Corporate Green PPAs – Perspektiven langfristiger grüner Stromlieferverträge aus Sicht von Nachfragern“ veröffentlicht.

Darin vergleicht sie den Bezug von grünem Strom mit dem von grauem Strom anhand von Beispielrechnungen. Anhand der vier Branchen Nahrungsmittel, Konsumgüter, Chemie und Aluminiumindustrie zeigt der Marktmonitor, dass langfristige Lieferverträge für regenerativen Strom bereits heute eine wirtschaftliche Alternative zu Graustrom sein können.

Laut dena-Analyse sind Corporate Green PPAs (Power Purchase Agreements) beim Direktkosten-Vergleich in allen untersuchten Fällen zukünftig die wirtschaftlichste Alternative.

Bei Industrieabnehmern mit einem mittleren jährlichen Stromverbrauch ist der Bezug von Strom über ein PPA sowohl bei den Direkt- als auch bei den Gesamtkosten wirtschaftlicher als der Bezug von Graustrom am Großhandelsmarkt. Bei Industrieabnehmern mit einem sehr hohen jährlichen Stromverbrauch ist der Direktpreis für PPAs günstiger als der für Graustrom. Die Gesamtkosten sind hier jedoch aufgrund der Strompreiskompensation für Bezieher von Graustrom günstiger.

Auf Basis der identifizierten Hemmnisse fokussiert sich die Studie auf fünf zentrale politische Handlungsfelder, um die Attraktivität des nachfragegetriebenen Zubaus zu erhöhen.

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