Berliner ImpulsE

06.03.18 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Private Haushalte

Höherer Energieverbrauch 2016, geringerer Heizbedarf 2017

Laut Statistischem Bundesamt (destatis) haben die privaten Haushalte in Deutschland 2016 mit 665 Milliarden Kilowattstunden 1,4 Prozent mehr Energie für Wohnen verbraucht als im Vorjahr. Damit stieg der Wert in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge. Für das Jahr 2017 vermeldete CHECK24 sowohl einen Rückgang des Heizbedarfes, als auch einen der Heizkosten.

Hauptursache dafür ist der gestiegene Energieverbrauch der Haushalte für Raumwärme (+ 2,2 Prozent). Insgesamt verbrauchten die Haushalte vor allem mehr Erdgas (+ 5,0 Prozent) und erneuerbare Energien (Biomasse, Umweltwärme und Solarthermie: + 6,3 Prozent). Bei Mineralöl, Strom, Fernwärme und Kohle ist der Verbrauch dagegen zurückgegangen.

Für die Raumwärme nutzten die Haushalte 2016 nahezu so viel Energie wie 2010 (- 0,3 Prozent). Der Energieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche ist in dieser Zeit jedoch deutlich gesunken, was rechnerisch eigentlich zu einem Rückgang des Energieverbrauchs für Raumwärme um 3,9 Prozent geführt hätte.

Doch das Bevölkerungswachstum um 2,6 Prozent bei gleichzeitiger Verringerung der Haushaltsgröße wirkte den Effizienzsteigerungen entgegen. Diese Entwicklungen hätten den Heizenergieverbrauch einzeln betrachtet um 2,5 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent erhöht.

Zwischen September 2017 und Januar 2018 ist der Heizbedarf aller Verbraucher in Deutschland um etwa zehn Prozent gesunken. Die Heizkostenersparnis lag in diesem Zeitraum bei etwa zwei Prozent im Fall von ölbeheizten Räumlichkeiten. Bei gasbeheizten Räumlichkeiten lag die Kostenreduktion gar bei zehn Prozent.

Weiterführende Informationen

‹ zurück