Berliner ImpulsE

06.01.20 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Vorläufige Berechnungen der AG Energiebilanzen

Deutschland hat 2019 weniger Energie verbraucht

Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) ist der Energieverbrauch in Deutschland 2019 gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent gesunken. Er lag bei 12.815 PJ beziehungsweise 437,3 Mio.t SKE.

Verbesserungen bei der Energieeffizienz, Substitionen im Energiemix sowie ein konjunkturell bedingter Rückgang des Energieverbrauchs in der Industrie waren wesentlich für den Verbrauchsrückgang verantwortlich.

Bereinigt um den Einfluss der Witterung sowie Lagerbestandsveränderungen wäre der Energieverbrauch laut AG Energiebilanzen sogar um mehr als drei Prozent gesunken.

Die AG Energiebilanzen geht zudem von einem merklichen Rückgang der CO₂-Emissionen um gut sieben Prozent aus, da 2019 deutlich weniger Kohlen verbraucht wurden und die erneuerbaren Energien um vier Prozent zulegten.

Der Erdgasverbrauch erhöhte sich im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent. Gründe dafür sind der höhere Heizbedarf im kühleren Frühjahr und vor allem der gestiegene Einsatz von Erdgas in Kraftwerken. 

Der Verbrauch von Mineralöl lag 2019 insgesamt um 1,7 Prozent über dem des Vorjahres. Der Absatz von leichtem Heizöl stieg um 17,4 Prozent. Der Steinkohleverbrauch verringerte sich insgesamt um 20,5 Prozent und erreichte ein historisches Tief. Der Verbrauch von Braunkohle ging 2019 um 20,7 Prozent zurück.

Die Stromproduktion aus Atomenergie verringerte sich um rund ein Prozent.

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