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04.02.19 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Digitalisierungsbarometer veröffentlicht

Digitalisierung der Energiewende geht nur langsam voran

Die Umsetzung des Gesetzes für die Digitalisierung der Energiewende (GDEW) dauert länger als ursprünglich geplant. Zu diesem Ergebnis kommt das „Barometer Digitalisierung der Energiewende“. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hat es im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erstellt.

Die Gutachter kritisieren, dass der formale Rollout noch immer nicht erfolgt ist und intelligente Messsysteme weiterhin nur auf freiwilliger Basis eingebaut werden. Allerdings werde die Modernisierung der Zählerinfrastruktur in der Bevölkerung und im Gewerbe mehrheitlich befürwortet.

Die Messstellenbetreiber werden vor allem dafür kritisiert, dass sie die gesetzlichen Handlungsspielräume bislang kaum ausnutzen. Darüber hinaus bezweifeln 86 Prozent der Marktakteure, dass das Zielmodell der elektronischen Marktkommunikation tatsächlich zum 1. Januar 2020 in Kraft treten kann. 

Gewisse Fortschritte sehen die Gutachter beim Stand der Standardisierung und der Technologieverfügbarkeit. Allerdings gebe es noch viele Übergangslösungen. 

Weiterer Kritikpunkt: Gesetzgeber, Behörden und Unternehmen agieren weiterhin überwiegend in alten, aus der analogen Zeit stammenden föderalen und stark fragmentierten Strukturen. Das muss sich im Sinne der Digitalisierung schnellstmöglich ändern, fordern die Autoren. 

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