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09.10.19 Nachricht Energie- und Klimapolitik International

DIW Berlin:

Höhere CO₂-Reduktionsziele auch wirtschaftlich sinnvoll

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin) fordert höhere Emissionsreduktionsziele in Europa für 2030 und zeigt in einer Studie anhand von Modellrechnungen, wie sich ein verschärftes Klimaschutzziel kostenideal erreichen lässt.

Um die Pariser Klimaschutzziele einzuhalten, müssen nach Berechnungen des DIW Berlin die Emissionen in Europa bis 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 um 60 Prozent reduziert werden. Das ist nur mit einer strikten Transformation des europäischen Energiemix zu erreichen: Im Jahr 2040 muss fast die gesamte Stromerzeugung aus Solar-, Wind- und Wasserkraft bestritten werden.

Weder Atomkraft noch CO2-Abscheidetechnologien werden für den Klimaschutz benötigt, heißt es in der Studie weiter. Stattdessen müssen Solar- und (Onshore)-Windkapazitäten von momentan 120 beziehungsweise 190 GW bis zum Jahr 2030 auf 990 beziehungsweise 790 GW vervielfacht werden.

Das sei auch wirtschaftlich sinnvoll. Für die großflächige Umstellung auf erneuerbare Energiequellen hat das DIW Berlin Transformationskosten von 222 Mrd. Euro berechnet. Diese würden jedoch um ein Vielfaches von den durch die CO2-Reduktion eingesparten Umwelt- und Klimakosten übertroffen.

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