Berliner ImpulsE

23.05.19 Nachricht Bauen und Wohnen

Einfamilienhäuser

Energieeffizienz lahmt

Auch wenn Häuser und Wohnungen in Deutschland insgesamt energieeffizienter werden, stagniert die Entwicklung bei Einfamilienhäusern nahezu. Das zeigt eine neue Studie des Umweltbundesamts (UBA).

Dafür wurden bundesweite Daten zu Energieverbrauch und Modernisierungsstand von Wohngebäuden von 2002 bis heute ausgewertet. Laut der Studie ist die Energieeffizienz der Wohngebäude bis etwa 2012 kontinuierlich gestiegen. Bei Einfamilienhäusern verbessert sie sich seitdem allerdings kaum noch.

Die Studie bestätigt, dass Altbauten nach umfassenden Sanierungen fast so sparsam beheizt werden können wie Neubauten. Gleichzeitig gibt es auch Neubauten und sanierte Altbauten mit schlechter Energieeffizienz. Die Daten zeigen auch, wie viel energieeffizienter Sanierungen und Neubauten sein können, wenn gute Standards gewählt und die Häuser anschließend energiesparend betrieben werden.

Um die Klimaziele für den Gebäudesektor zu erreichen, empfiehlt das UBA unter anderem energetische Anforderungen an Neubauten und Sanierungen, die dem Stand der Technik entsprechen (KfW-40- bzw. KfW-55-Standard). Darüber hinaus müssen weitere Instrumente Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit sicherstellen. Nötig ist zudem breites Informationsangebot, zum Beispiel mit einem individuellen Sanierungsfahrplan, transparenten Heizkostenabrechnungen und Beratungsnetzwerken.

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