Berliner ImpulsE

29.01.20 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

Endenergiebedarf seit 2008 um zwei Prozent gesunken

Nach aktuellen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) ist der Bedarf an Endenergie in Deutschland zwischen 2008 und 2018 um knapp Prozent gesunken.

Die Verteilung ist dabei sehr unterschiedlich. So war er Bedarf an Raumwärme 2018 um 17 Prozent geringer als 2008. Bei der Beleuchtung betrug die Einsparung 14 Prozent. Angestiegen ist hingegen der Bedarf an Warmwasser (+ sechs Prozent) sowie Kälte (+ 30 Prozent). Im Bereich Mobilität stieg der Energieverbrauch um knapp fünf Prozent, für die Informations- und Kommunikationstechnik wurden 1,6 Prozent mehr Energie benötigt.

Mehr als 53 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs entfällt in Deutschland auf die Bereitstellung von Wärme. Dem Rückgang beim Raumwärmebedarf standen Zuwächse beim Bedarf von Prozesswärme in Industrie und Gewerbe gegenüber. Zwar ist in beiden Bereichen die Energieeffizienz deutlich angestiegen, doch hat bei der Verwendung von Prozesswärme die positive Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre zu einer Überkompensierung der Energieeinsparerfolge geführt.

Für die Bereitstellung von Wärme werden in Deutschland vor allem Gase eingesetzt (knapp 45 Prozent). Mineralöl hat einen Anteil von 14,9 Prozent. Die Erneuerbaren tragen 11,6 Prozent bei, Kohlen 9,4 Prozent, Strom 9,3 Prozent und Fernwärme 8,4 Prozent.

Bei Kälte und Klimatisierung dominiert der Strom mit einem Anteil von knapp 98 Prozent. Mechanische Energie wird vorwiegend aus Mineralöl (75,4 Prozent) sowie Strom (20,5 Prozent) erzeugt. Informations- und Kommunikationstechnik sowie Beleuchtung werden ebenfalls nahezu vollständig durch Strom versorgt.

Weiterführende Informationen

‹ zurück