Berliner ImpulsE

02.09.19 Nachricht Forschung & Innovationen

Studie zur Stromautarkie

Erneuerbare haben genug Potenzial für ganz Europa

In Europa ist auf regionaler oder lokaler Ebene Selbstversorgung ausschließlich über erneuerbaren Strom in vielen Fällen rechnerisch möglich. Dieses Fazit zieht das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) und die ETH Zürich in einer gemeinsamen Studie.

Allerdings werde dies im Ballungsraum von Städten mit einem hohen Landverbrauch einhergehen. Insgesamt ist das Potenzial von Wind- und Sonnenenergie groß genug, um ganz Europa zu 100 Prozent mit erneuerbarer Elektrizität zu versorgen.

Voraussetzung für eine autarke, regenerative Stromversorgung sind genügend Flächen zur Energiegewinnung. Um herauszufinden, in welchen Teilen von Europa das der Fall ist, untersuchten die Wissenschaftler die nutzbaren Flächen und die darauf gewinnbare Menge an erneuerbarem Strom auf kontinentaler, nationaler, regionaler und kommunaler Ebene.

Übereinstimmend mit früheren Analysen konnten die Autoren belegen, dass das technisch-soziale Potenzial von erneuerbarem Strom größer ist als die Nachfrage auf kontinentaler und nationaler Ebene. Um eine Stromautarkie ebenso auf subnationaler Ebene zu erreichen, müssten Regionen allerdings sehr große Teile oder ihr gesamtes nicht bebautes Land für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nutzen, heißt es in der Studie.

Das Ergebnis der Studie lässt sich an einer interaktiven Europakarte für jede europäische Region und Kommune unter https://timtroendle.github.io/possibility-for-electricity-autarky-map/ online überprüfen.

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