Berliner ImpulsE

08.05.19 Nachricht Energie- und Klimapolitik International

Meldung des Statistischen Bundesamtes

EU-Staaten steigern erneuerbare Energien

In allen 28 EU-Staaten hat die Nutzung erneuerbarer Energien in den vergangenen zehn Jahren zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) erhöhte sich ihr Anteil am Bruttoendenergieverbrauch im EU-Durchschnitt zwischen 2007 und 2017 um rund sieben Prozent von 10,6 auf 17,5 Prozent. Zudem: Die CO₂-Emissionen im EU-Raum lagen 2018 rund 2,5 Prozent unter den aus dem Vorjahr.

Die Vorreiter der Energiewende sind in Nordeuropa zu finden. So deckte Schweden 2017 bereits 54,5 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs aus erneuerbarer Energie. In Finnland lag der Anteil 2017 bei 41 Prozent, in Lettland bei 39 Prozent und Dänemark bei 35,8 Prozent. Deutschland erhöhte den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch zwischen 2007 und 2017 von zehn auf 15,5 Prozent. Wenig genutzt wurden regenerative Energiequellen 2017 unter anderem in Luxemburg (6,4 Prozent) und den Niederlanden (6,6 Prozent).

Der CO₂-Ausstoß im EU-Raum war einer Schätzung zufolge 2018 leicht rückläufig. Das statistische Amt der Europäischen Union, Eurostat, hat eine erste Berechnung der Emissionen aus energetischer Nutzung veröffentlicht, nach der diese im Vergleich zum Vorjahr um etwa 2,5 Prozent gesunken waren. Vor allem die deutschen Reduktionen haben das EU-Ergebnis maßgeblich beeinflusst.

Deutschland, das knapp ein Viertel zu den Gesamtemissionen der EU28 Mitgliedsstaaten beisteuert, konnte seinen CO₂-Ausstoß 2018 um 5,4 Prozent reduzieren. Nur Portugal (-9,0 Prozent), Bulgarien (-8,1 Prozent) und Irland (-6,8 Prozent) konnten ihre Emissionen noch stärker zurückfahren.

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