Berliner ImpulsE

11.02.20 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Studie im Auftrag des Zukunft ERDGAS

Gasbranche fordert Anreize für neue Gaskraftwerke

Ohne Anreize für neue Gaskraftwerke droht ab 2030 eine Versorgungslücke. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) im Auftrag des Zukunft ERDGAS e.V.

Das EWI hat aufgrund des gleichzeitigen Ausstiegs aus Atomenergie und Kohle für das Jahr 2030 einen zusätzlichen Bedarf an regelbarer Leistung von bis zu 45 GW berechnet. Geplant sind derzeit aber nur rund sieben GW an zusätzlicher Kapazität.

Die vorgehaltene Kapazität der Kraftwerke, die zur Absicherung von Engpasssituationen erforderlich ist, wird auf dem Energy-Only-Markt nicht vergütet. Investoren haben daher keinen Anreiz, in Kraftwerkskapazitäten zu investieren, die zur Sicherung der Versorgung auch bei „kalter Dunkelflaute“ bereitstehen, so Zukunft ERDGAS. Um den Zubau von zusätzlicher Kapazität anzureizen, sollten daher flankierende Mechanismen in das aktuelle Marktdesign integriert werden, fordert die Brancheninitiative. Weiterer Kritikpunkt: Auch systemrelevante Dienstleistungen von Kraftwerken, die regelbare Leistung vorhalten, werden nicht vergütet.

Zukunft ERDGAS fordert eine Auseinandersetzung über Rahmenbedingungen für Investitionen in neue Kraftwerke, damit bis 2030 die zusätzlich benötigten Gaskraftwerke am Netz sind.

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