Berliner ImpulsE

27.06.18 Nachricht Energie- und Klimapolitik International

EU-Gebäuderichtlinie

Änderungsrichtlinie wird im Juli in Kraft treten

Die Änderungsrichtlinie für die seit 2010 geltende EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) wird am 10. Juli 2018 in Kraft treten.

Die Neuerungen der „Richtlinie (EU) 2018/844 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden und der Richtlinie 2012/27/EU über Energieeffizienz“ müssen die Mitgliedstaaten über Rechts- und Verwaltungsvorschriften im Hinblick auf ihre Erfüllung bis zum 10. März 2020 in Kraft setzen. Da die Große Koalition zunächst das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verabschieden will, wird die Umsetzung hierzulande bereits jetzt knapp.

Zahlreiche Änderungen gibt es im Bereich Anlagentechnik. Beispielsweise gilt künftig für Klimaanlagen erst ab einer Nennleistung von 70 kW (bisher 12 kW) eine Inspektionspflicht. Die Mitgliedstaaten dürfen strengere Anforderungen jedoch ohne Notifizierung beibehalten.

Eingefügt wird unter anderem ein Artikel, nachdem jeder Mitgliedsstaat eine langfristige Renovierungsstrategie zur Unterstützung der Renovierung des nationalen Bestands sowohl an öffentlichen als auch privaten Wohn- und Nichtwohngebäuden für einen in hohem Maße energieeffizienten und dekarbonisierten Gebäudebestand in 2050 festlegt.

Bis 2020 will die EU-Kommission eine Machbarkeitsstudie erstellen, in der sie die Möglichkeiten und den Zeitplan für die Einführung einer Inspektion von eigenständigen Lüftungsanlagen und eines optionalen Gebäuderenovierungspasses als Ergänzung zum Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz erläutert.

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