Berliner ImpulsE

13.11.19 Nachricht Energie- und Klimapolitik International

Bericht zum globalen Energieverbrauch

IEA veröffentlicht World Energy Outlook 2019

Die Internationalen Energieagentur (IEA) beschreibt in ihrem aktuellen „World Energy Outlook“ (WEO) tiefgehende Diskrepanzen im globalen Energiesystem. Sorge bereitet ihr vor allem die nachlassende Dynamik bei der Steigerung der globalen Energieeffizienz.

Die IEA sieht eine große Kluft zwischen den immer weiter steigenden Treibhausgasemissionen und dem unzureichenden politischen Willen, diese Emissionen im Einklang mit den internationalen Klimazielen zu reduzieren.

In ihrem Bericht untersucht sie verschiedene Zukunftsszenarien. Wenn die Welt so weitermacht wie bisher (Szenario 1) steigt der Energiebedarf bis 2040 um rund 30 Prozent. Entsprechend steigen auch die Emissionen.

Szenario 2 geht davon aus, dass Regierungen all ihre angekündigten Maßnahmen und Richtlinien zur Senkung des Energieverbrauch tatsächlich umsetzen. Der Energieverbrauch würde dann bis 2040 immer noch um 25 Prozent zunehmen. Mehr als die Hälfte des zusätzlichen Energiebedarfs könnte allerdings durch erneuerbare Energien gedeckt werden, insbesondere Photovoltaik, ein weiteres Drittel durch Erdgas. Die Ölnachfrage würde erst in den 2030er-Jahren geringer werden. In diesem Szenario würden die Emissionen weiter, aber langsamer steigen.

Das dritte Szenario orientiert sich am Pariser Klimaabkommen. Es würde schnelle und umfassende Veränderungen in allen Teilen des Energiesystems erfordern. Wind- und Solarenergie würden viel stärker ausgebaut und die Energieeffizienz so gesteigert, dass der Energieverbrauch 2040 unter dem heutigen liegt.

Weiterführende Informationen

‹ zurück