Berliner ImpulsE

10.10.18 Nachricht Energie- und Klimapolitik International

Neue Erkenntnisse zum Klimawandel

IPCC-Sonderbericht zu Risiken der globalen Erwärmung

Laut Weltklimarat (IPCC) erwärmt sich die Erde schneller und mit gravierenderen Folgen als bisher angenommen. Nur ein zügiger Umbau der gesamten Weltwirtschaft kann den Klimawandel bremsen.

Zu diesem Ergebnis kommt der IPCC in seinem Sonderbericht SR1.5 über die Folgen einer globalen Erwärmung um 1,5 °C gegenüber vorindustriellem Niveau. Die Klimaforscher gehen davon aus, dass das bisherige Zwei-Grad-Ziel mit deutlich größeren Risiken verbunden ist als das 1,5-Grad-Ziel.

Um die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten, muss der weltweite CO2-Ausstoß ab 2020 deutlich sinken und bis 2050 Treibhausgasneutralität erreicht werden. Der Bericht enthält dafür vier Szenarien mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten. Dazu gehören beispielsweise eine drastische Verringerung des Energieverbrauchs oder auch eine erhebliche Verhaltensänderungen wie eine Verringerung des Fleischkonsums und der Abschied vom Verbrennungsmotor bei Autos.

Allein den Energiesektor umzubauen, wird nach Schätzungen des IPCC bis 2035 etwa 2,1 Billionen Euro kosten. Die Kosten zur Bewältigung der Klimafolgen bei Nichtstun wären allerdings erheblich höher. 

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