Berliner ImpulsE

05.11.19 Nachricht Energie- und Klimapolitik International

Forscher warnen

Klimaschutzpläne reichen nicht, um Anstieg des Meeresspiegels zu begrenzen

Forscher von Climate Analytics und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) befürchten, dass der Meeresspiegel bis 2300 um 20 Zentimeter ansteigt, wenn nicht alle Länder ihre Klimaschutzpläne für 2030 noch einmal deutlich nachbessern.

Die Klimaschutzzusagen gehen zurück auf das Pariser Klimaabkommen und umfassen zunächst den Zeitraum von 2016 bis 2030. Allein die in diesen 15 Jahren freigesetzten Emissionen würden bis 2300 zum genannten Meeresspiegelanstieg führen. 20 Zentimeter entsprechen grob dem bislang im gesamten 20. Jahrhundert beobachteten Meeresspiegelanstieg, so die Forscher.

Für mehr als die Hälfte (nämlich zwölf Zentmeter) des erwarteten Meeresspiegelanstiegs sind die fünf größten Verursacher von Treibhausgasemissionen verantwortlich: China, USA, EU, Indien und Russland. 

Um den langfristigen Anstieg des Meeresspiegels zu begrenzen, müssen die Klimapläne der Länder nachgebessert und die Anstrengungen zur Vermeidung von Emissionen verstärkt werden, so der Appell der Wissenschaftler.

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