Berliner ImpulsE

02.09.19 Nachricht Forschung & Innovationen

Projekt EE-Rebound:

Rebound-Effekte durch Umstieg auf Erneuerbare?

Wie wirkt sich ein Umstieg auf erneuerbare Energien auf den Energieverbrauch von Haushalten aus? Sinkt etwa durch eingespartes Geld oder ein gutes Gewissen – „ich beziehe ja umweltfreundlichen Strom“ – die Bereitschaft zum Energiesparen? Ob es zu solchen Rebound-Effekten kommt und wie diese gegebenenfalls minimiert werden können, erforscht das Projekt EE-Rebound.

Das Projekt wird vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) geleitet und gemeinsam mit dem Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior (FCN) und dem Fraunhofer ISI durchgeführt. Außerdem sind eine Reihe von Praxispartnern in das Projekt eingebunden. Die Fördermaßnahme verfolgt das Ziel, Wissen zum Umgang mit Rebound-Effekten zu generieren und daraus abzuleiten, welche Maßnahmen erforderlich sind, um diese Effekte einzudämmen und damit den Ressourcenverbrauch substanziell und nachhaltig zu reduzieren.

Projektziele

Das Projekt erforscht das Verbrauchsverhalten von Haushalten, die auf erneuerbare Energien umsteigen. Führt die Entscheidung für umweltschonende Energie insgesamt zu einem energiesparenden und effizienten Verbrauchsverhalten? Oder kommt es im Gegenteil zu direkten oder indirekten Rebound-Effekten? Wenn ja, in welcher Größenordnung entstehen diese? Und welche Rolle spielen finanzielle sowie psychologische und soziale Einflussfaktoren hierbei?

Ziel des Projektes ist es, Wege zu finden, wie Rebound-Effekte, die der Umwelt schaden, vermieden werden können und idealerweise die Verbraucher/innen ihren Energieverbrauch weiter senken können. Um hierzu beizutragen, möchte das Projekt drei konkrete Ergebnisse erarbeiten:

Empirisches Wissen bereitstellen über Determinanten und Konsequenzen von Rebound-Effekten durch einen Umstieg von Haushalten auf erneuerbare Energie.

Abschätzung nicht realisierter Energieeinsparungen und CO₂-Emissionsreduktionen aufgrund von Haushalts-Rebound-Effekten in Deutschland Handlungsempfehlungen entwickeln für Politik und weitere Praxisakteure, um Rebound-Effekte zu minimieren.

Weiterführende Informationen

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