Berliner ImpulsE

10.01.20 Nachricht Energie- und Klimapolitik Berlin

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Berliner Luft weniger belastet

Wie die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mitteilt, war die Luft in Berlin im Jahr 2019 besonders an Hauptverkehrsstraßen merklich weniger mit Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub (PM10) belastet als zuvor.

So sank die Belastung an der Leipziger Straße um elf µg/m³, an der Silbersteinstraße und am Hardenbergplatz um neun µg/m³. An sechs automatisch messenden Verkehrsstationen konnte der NO2-Grenzwert von 40 µg/m³ im Jahresmittel in 2019 eingehalten werden.

Dennoch zeigen die Messwerte der Passivsammlergeräte, dass gerade in viel befahrenen und eng bebauten Hauptverkehrsstraßen der NO2-Grenzwert noch häufig überschritten wird. So wurde beispielsweise der Grenzwert in der Leipziger Straße trotz Rückgang nach wie vor überschritten.

Laut Senatsumweltverwaltung ist Tempo 30 kurzfristig die wirksamste Maßnahme für sauberere Luft. Weitere erfolgreiche Mittel sind die Nachrüstung von Fahrzeugen, insbesondere von Bussen, sowie erneuerte Fahrzeugflotten.

Durchfahrverbote für Dieselfahrzeuge bis einschließlich Euro 5 sind an einzelnen Straßen weiter unumgänglich, so die Senatsumweltverwaltung. Knapp 75 Prozent der NO2-Belastung an Straßen stammt aus dem Straßenverkehr in Berlin. Stickoxide werden fast ausschließlich von Dieselfahrzeugen in erhöhter Konzentration straßennah produziert.

Der Grenzwert für PM10 („Feinstaub“) konnte 2019 im vierten Jahr in Folge eingehalten werden. Mit der Einrichtung der Umweltzone und der Strategie „kein Diesel ohne Rußfilter“ konnte die Belastung aus dem Verkehr auf gut 26 Prozent reduziert werden. Von den Kfz-bedingten Partikeln stammen vier Fünftel aus Abrieb und Aufwirbelung und nur noch etwa ein Fünftel aus Motoremissionen. In der kalten Jahreszeit sind neben dem Straßenverkehr insbesondere mit Holz betriebene Kaminöfen eine Belastung für die Atemluft in Berlin. Das kürzlich verabschiedete Umweltzeichen „Blauer Engel“ setzt einen neuen Standard für saubere, mit Scheitholz befeuerte Kaminöfen, bei denen vor allem durch den Einsatz von Partikelfiltern der Partikelausstoß um zwei Drittel niedriger ist.

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