Berliner ImpulsE

06.09.18 Nachricht Bauen und Wohnen

Gesetzesinitiative der Bundesregierung

Bundesregierung will Umlage für energetische Modernisierung senken

Die Bundesregierung hat zusammen mit einer Verschärfung der Mietpreisbremse die Neuregelung der Modernisierungsumlage beschlossen. Die bisher geltende Obergrenze für Mieterhöhungen zum Beispiel bei energetischen Modernsierungen von elf Prozent soll in Regionen mit Wohnungsmangel auf acht Prozent gesenkt werden. Zudem gibt es eine Kappungsgrenze von drei Euro Mieterhöhung pro Quadratmeter Wohnfläche.

Bündnis 90/Die Grünen befürchten, dass Menschen mit kleinerem Einkommen dennoch nicht vor Verdrängung geschützt werden.

Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) fürchtet hingegen, dass eine niedrigere Modernisierungsumlage die Effizienz- und Klimaschutzziele im Gebäudesektor gefährdet. Gemeinsam mit dem Verband für Wärmelieferung (VfW) und dem Energieberaterverband GIH fordert die Deneff in einem Schreiben an die Bundesregierung unter anderem eine weniger restriktive Kappungsgrenze für die Umlage von Modernisierungskosten, das Beibehalten öffentlicher Fördermittel beim Vermieter, die Schaffung einer beschleunigten Modernisierungsabschreibung (AfA) sowie bessere Rahmenbedingungen für Energiedienstleistungen.

Weiterführende Informationen

‹ zurück