Berliner ImpulsE

22.08.18 Nachricht Bauen und Wohnen

Verbraucherzentrale:

Heizkostenabrechnungen häufig fehlerhaft

Nach einer aktuellen Untersuchung des Marktwächters Energie wird vermutlich nur jede dritte Heizkostenabrechnung korrekt nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften erstellt.

Der Marktwächter ist ein Instrument des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V. (vzbv) und der Verbraucherzentralen. Für die aktuelle Untersuchung hatte die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz 1.046 von Verbrauchern eingereichte Heizkostenabrechnungen aus den Jahren 2011 bis 2017 geprüft. Etwa zwei Drittel von ihnen waren fehlerhaft bzw. klärungsbedürftig. Eine vergleichbare Studie im Jahr 2010 kam zu ähnlichen Ergebnissen. Zum Beispiel verteilen einige Vermieter die Gesamtkosten einfach pauschal nach Wohnfläche und gar nicht nach Verbrauch.

Eine exemplarische Untersuchung 329 weiterer Abrechnungen aus den Jahren 2014 bis 2017 durch die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern ergab, dass dort mehr als die Hälfte von ihnen fehlerhaft bzw. klärungsbedürftig waren.

Ein Vorschlag der Verbraucherschützer ist, dass die Bundesregierung zusammen mit den Mieter- und Vermieterorganisationen Qualitätsstandards für die Erstellung von Heizkostenabrechnungen festlegt. Zudem sollten Messdienstunternehmen verpflichtet werden, Eigentümer auf offensichtliche Fehler und fehlende Plausibilität der Daten hinzuweisen.

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