Berliner ImpulsE

11.09.19 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Dringliche CO₂-Bepreisung

Verein CO₂ Abgabe warnt vor Klimaschutzlücke

Laut einer Studie des CO₂ Abgabe e.V. droht Deutschland ohne wirkungsvolle Instrumente eine Klimaschutzlücke. Mit einem schnell wirksamen CO₂-Preis kann laut Analyse der Grundstein für das Erreichen der Klimaziele 2030 gelegt und bis zu 78 Prozent der bis dahin mindestens erforderlichen Emissionsminderung erreicht werden.

Der Energieexperte und Beirat des Vereins Joachim Nitsch hatte untersucht, welchen Beitrag ein CO₂-Preis zum Erreichen der deutschen, europäischen und internationalen Klimaschutzziele 2030 und 2050 leisten kann und wo gewaltige Lücken drohen.

Um bis 2030 wie geplant die Treibhausgase gegenüber 1990 um 55 Prozent zu reduzieren, müsste Deutschland bis dahin mindestens 302 Mio. t zusätzlich einsparen, so Nitsch. Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, müssten es sogar 465 Mio. t sein.

Nitsch plädiert für einen einheitlichen, sektorübergreifenden CO₂-Preis von 40 Euro, der bis 2030 auf 90 Euro je t CO₂äq steigt. Damit ließen sich die CO₂äq um bis zu 235 Mio. t reduzieren. Bei wirksamer Ausgestaltung kann ein CO₂-Preis das ökonomische Fundament für verstärkte Investitionen in klimafreundliche Technologien legen, heißt es in der Studie.

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