Berliner ImpulsE

Energiewende verschärft Fachkräftemangel

Die Energiewende in Gebäuden erfordert bis zu 130.000 zusätzliche Arbeitskräfte. Allein in den SHK-Branchen werden zusätzlich bis zu 20.000 Beschäftigte benötigt. Insgesamt fehlen der SHK-Branche bis 2035 rund 30.000 Arbeitskräfte. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Prognos AG im Auftrag des VdZ Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V.

Derzeit sind etwa 500.000 Beschäftigte in der SHK-Branche tätig, davon rund 100.000 in der Industrie, circa 50.000 im Großhandel und circa 350.000 im Handwerk. Laut der Studie wird sich die Fachkräftelücke bis 2035 verschärfen, zudem ist die Energiewende ein potenzieller weiterer Treiber dafür.

Das VdZ sieht deshalb in der Energiewende eine große Chance für die SHK-Branche. Mehrinvestitionen von etwa 13 Mrd. Euro garantierten langfristige Planungssicherheit. 

Wie eine weitere Umfrage des Öko-Instituts unter Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern zeigt, erschwert der Personalmangel im Handwerk bereits heute die Umsetzung energetischer Gebäudesanierungen. So gaben mehr als 40 Prozent der Befragten an, dass es schwierig war, geeignete Handwerksbetriebe für die geplanten Sanierungsmaßnahmen zu finden. Jeder Zwölfte konnte kein geeignetes Angebot erhalten, etwa jeder Dritte hat weniger Angebote bekommen als angefragt.

Laut Öko-Institut braucht es ab sofort zusätzlich rund 100.000 Fachkräfte im Handwerk, um mittels energetischer Gebäudesanierungen die Klimaschutzziele für Deutschland bis zum Jahr 2050 zu erreichen. Besonders gefragt sind dafür Handwerker im Fensterbau und für die Heizungsinstallation sowie für Maler- und Stuckateurarbeiten.