Berliner ImpulsE

dena-Leitstudie: Technologiemix besser als komplette Elektrifizierung

Die „dena-Leitstudie Integrierte Energiewende“ kommt zu dem Ergebnis, dass zur Erreichung der Klimaziele für 2050 ein Technologiemix besser geeignet ist, als rein strombasierte Anwendungen.
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat für die Studie zusammen mit wissenschaftlichen Gutachtern und über 60 Unternehmen und Wirtschaftsverbänden vier praxisnahe Szenarien zur Erreichung des Zielkorridors von 80 bis 95 Prozent weniger CO2-Emissionen bis 2050 im Vergleich zu 1990 erarbeitet.

Zwei Elektrifizierungsszenarien gehen davon aus, dass der Verbrauch in den Sektoren Gebäude, Industrie und Verkehr weitestgehend mit Strom gedeckt wird. Zwei Technologiemixszenarien gehen davon aus, dass ein breiteres Spektrum an Technologien und Energieträgern zum Einsatz kommt, darunter mehr gasförmige und flüssige Kraft- und Brennstoffe, die mithilfe von erneuerbaren Energien synthetisch erzeugt werden. Ein Referenzszenario, das die aktuellen Rahmenbedingungen ambitioniert fortschreibt, reduziert die Emissionen hingegen nur um 62 Prozent.

Dabei erwiesen sich die Technologiemixszenarien im Vergleich als robuster, weil sie stärker auf bestehende Infrastrukturen aufbauen, auf mehr gesellschaftliche Akzeptanz stoßen und um bis zu 600 Mrd. Euro kostengünstiger sind als die Elektrifizierungsszenarien.
Grundvoraussetzungen für alle Klimazielszenarien sind die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien, heißt es in der Studie.