Berliner ImpulsE

Umweltbewusstseinsstudie 2018

Die Bevölkerung in Deutschland legt gesteigerten Wert auf Umwelt- und Klimaschutz und erwartet diesbezüglich mehr Engagement von allen Akteuren. Das zeigt die Umweltbewusstseinsstudie des Umweltbundesamts (UBA) und Bundesumweltministeriums (BMU).

Die diesjährige Studie enthält die drei Schwerpunktthemen Energie, Landwirtschaft und Verkehr. Rund 4.000 Personen wurden in der zweiten Jahreshälfte 2018 befragt.

Rund zwei Drittel (64 Prozent) von ihnen schätzen Umwelt- und Klimaschutz als eine sehr wichtige Herausforderung ein. Das sind elf Prozent mehr als im Jahr 2016. Die meisten sehen Umweltschutz mehrheitlich als Aufgabe aller Politikbereiche. Gerade in den Bereichen Landwirtschaft, Verkehr, Bau und Energie wünscht sich eine Mehrheit der Befragten, dass Umweltbelange eine übergeordnete Bedeutung einnehmen.

Die gestiegene Erwartungshaltung der Bevölkerung zeigt sich auch darin, dass das Handeln aller relevanten Akteure für Umwelt- und Klimaschutz schlechter bewertet wird als in früheren Erhebungen. So sind mit dem Engagement der Industrie nur acht Prozent zufrieden, mit dem der Bundesregierung 14 Prozent. Mit dem Engagement der Städte und Gemeinden sind 24 Prozent zufrieden und mit dem der Umweltverbände 71 Prozent. Nur 19 Prozent der Befragten finden, dass die Bürger selbst genug oder eher genug tun, vor zwei Jahren waren es 34 Prozent.

Nur noch 60 Prozent der Befragten bewerten den Zustand der Umwelt in Deutschland als gut, bei der letzten Befragung waren es noch 75 Prozent.