Berliner ImpulsE

RWI-Studie zur EEG-Umlage: Ausnahmen für Industrie mindern Akzeptanz

Die Ausnahmeregelung für stromintensive Unternehmen beim EEG wirkt sich negativ auf die Zahlungsbereitschaft privater Haushalte aus. Das zeigt eine neue Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Ein Lösungsansatz könnte in der Abschaffung der Ausnahmen liegen.

Grundlage der Studie ist ein Experiment mit mehr als 11.000 Teilnehmern des forsa-Haushaltspanels.

Würden die Ausnahmeregelungen für Unternehmen wegfallen, wären zwischen 61 und 74 Prozent der Haushalte bereit, den Ausbau der erneuerbaren Energien mit höheren Strompreisen zu finanzieren. 

Die Ergebnisse deuten nach Einschätzung des RWI darauf hin, dass eine Abschaffung der Ausnahmeregelungen ein entscheidendes Kriterium für die Akzeptanz weiterer Erhöhungen der EEG-Umlage sein könnte. Die aus Wettbewerbsgründen etablierte Ausnahmeregelung für energieintensive Unternehmen bei der EEG-Umlage sollte daher künftig aus Steuermitteln finanziert werden und nicht dadurch, dass die übrigen Stromverbraucher mehr zu bezahlen haben.