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Studien: Greenpeace Energy fordert Marktanschubprogramm für Elektrolyseure

Für einen erfolgreichen Klimaschutz muss Deutschland massiv auf erneuerbaren Wasserstoff setzen. Zu diesem Ergebnis kommen zwei von der Greenpeace Energy eG beauftragte Studien. In einem künftig vollständig erneuerbaren Energiesystem wird der Bedarf an erneuerbar produziertem Wasserstoff und daraus hergestellten Treibstoffen demnach mit 1.089 TWh im Jahr höher sein als der Bedarf an grünem Strom mit 959 TWh.

Die dafür nötigen Elektrolyseure müssen mit grünem Strom laufen, um das Klima zu schützen. Um der Umwandlungstechnologie hierzulande zum Durchbruch zu verhelfen, schlägt Greenpeace Energy ein zeitlich und im Volumen begrenztes Marktanschubprogramm vor. Dabei sollen Elektrolyseure nur an netzdienlichen Standorten und bei energiewendedienlicher Betriebsweise gefördert werden.

Bei ihren Berechnungen haben die Experten des Wuppertal Instituts und von Energy Brainpool die größtmögliche Energieeffizienz und entsprechende Einsparungen zugrunde gelegt. Dennoch beziffern sie den Energiebedarf eines emissionsfreien Verkehrssektors auf 355 TWh im Jahr. Davon entfällt mit 249 TWh der Großteil auf erneuerbare Gase und synthetische Kraftstoffe, vor allem für den Flugverkehr. Zudem würden grüne Gase wie Wasserstoff oder synthetisches Methan in großen Mengen in wichtigen Industriesparten und der Wärmeversorgung gebraucht, wenn fossile Energieträger dort nicht direkt durch grünen Strom ersetzt werden können. Darüber hinaus seien grüne Gase für die Versorgungssicherheit in einem vollständig erneuerbaren Energiesystem unverzichtbar.