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Agora-Studie: Dämmung bleibt Basis für kostengünstige Emissionsvermeidung im Gebäudebereich

Die Ziele zur Reduktion von CO2-Emissionen im Gebäudebereich sollten nicht primär auf Basis einer umfangreichen Einführung von Brennstoffen aus PtX-Technologien basieren. Ein kostengünstiger Umstieg auf ein klimafreundliches Wärme- und Heizsystem führt nur über größere Energieeffizienzanstrengungen. Vor allem Dämmmaßnahmen bilden die Grundlage für die Erreichung der vertraglich mit der EU festgelegten Reduktionsziele.

Das zeigt eine Studie im Auftrag von Agora Energiewende und der European Climate Foundation. Untersucht wurde, wie sich die Treibhausgasemissionen der Gebäude in Deutschland bis 2030 am kostengünstigsten von derzeit jährlich 130 auf 70 Mio. t CO2 senken lassen. Dafür wurden fünf verschiedene Szenarien betrachtet.

Demnach ist ein flächendeckender Einsatz von synthetischen Brennstoffen aus erneuerbarem Strom (Power-to-Gas/ Power-to-Liquid) als Ersatz für fossiles Erdgas und Heizöl kurzfristig kaum möglich und würde die deutschen Haushalte im Vergleich bis zu 8,2 Mrd. Euro im Jahr mehr kosten. 

Die Studie „Wert der Effizienz im Gebäudesektor in Zeiten der Sektorenkopplung” wurde gemeinsam vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg, dem Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik sowie dem Beratungsunternehmen Consentec erarbeitet.