Berliner ImpulsE

Studie untermauert menschengemachten Klimawandel

Im Unterschied zu vorindustriellen Klimaschwankungen findet die gegenwärtige, vom Menschen verursachte Klimaerwärmung auf der ganzen Welt gleichzeitig statt. Zudem erwärmt sich das Klima so schnell wie seit mindestens 2000 Jahren nicht. Das zeigen zwei Studien der Universität Bern.

Die Forscher widerlegen damit die Ansicht, das Klima habe sich schon immer verändert. Abgesehen vom Temperaturanstieg in den vergangenen 150 Jahren fanden sie keine Beweise für kalte oder warme Phasen, die um den ganzen Globus herum gleichzeitig stattfanden.

Für ihre Untersuchung von fünf vorindustriellen Klimaepochen griffen die Wissenschaftler auf eine Datenbank des internationalen Forschungskonsortiums PAGES (Past Global Changes, www.pastglobalchanges.org) zurück. Sie umfasst Klimadaten der vergangen 2000 Jahre.

Wie die beiden Studien zeigen, liegt die mit großer Wahrscheinlichkeit wärmste Phase der vergangenen 2000 Jahre im 20. Jahrhundert, und zwar auf über 98 Prozent der Erdoberfläche. Der aktuelle Klimawandel sei also nicht mit zufälligen Schwankungen zu erklären, sondern durch vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen.