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05.01.15 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Energie- und Klimaschutzbestimmungen: Das ändert sich 2015

Das neue Jahr 2015 bringt für Verbraucher und Unternehmen viele Neuerungen beim Thema Energie. Grund dafür sind neue Bestimmungen oder Anpassungen in beispielsweise EEG, EnEV und EU-Ökorichtlinie, die 2015 in Kraft treten.

 

Bereits im Herbst des vergangenen Jahres wurde die erste Absenkung der EEG-Umlage seit ihrer Einführung angekündigt. Seit Beginn des Jahres fällt die Abgabe nunmehr mit 6,17 ct/kWh an, bislang waren es 6,24 ct. Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 kWh pro Jahr bedeutet die Absenkung eine Ersparnis von 2,45 Euro im Jahr 2015.

Ungleich gewichtiger sind jedoch Verpflichtungen, die die EnEV 2015 für Hauseigentümer mit sich bringt. 30 Jahre alte Konstanttemperaturkessel müssen ab diesem Jahr ausgetauscht werden, begehbare oberste Geschossdecken müssen spätestens ab dem 31. Dezember 2015 ausreichend gedämmt sein. Ausnahmen gelten für beide Verpflichtungen bei Ein- und Zweifamilienhäusern, wenn das Haus vor dem 1. Februar 2002 bezogen wurde.

Eine weitere, bereits 2014 in Kraft getretene Verpflichtung wird ab Mai 2015 als Ordnungswidrigkeit behandelt: So müssen Immobilien-Anzeige in einem kommerziellen Medium (Druckerzeugnis oder Internet) nach der novellierten EnEV auch gewisse Energiekennwerte ausweisen. Bislang wurde der Verstoß dagegen nicht geahndet, ab dem 1. Mai ist bei Zuwiderhandlung mit einem Bußgeld zu rechnen.

Erfreulich für Verbraucher ist die Ausweitung von Fördermöglichkeiten in verschiedenen Bereichen. So wird ab März 2015 die Vor-Ort-Beratung des BAFA überarbeitet und verbessert, deren Geltungsbereich erweitert. Mit der Änderung werden künftig bis zu 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten übernommen.

Über höhere Zuschüsse können sich auch Interessenten von Mini-KWK-Anlagen freuen, zum Jahreswechsel ist die novellierte Mini-KWK-Richtlinie in Kraft getreten. Damit soll die Basisförderung im kleinen Leistungsbereich verbessert, eine Bonusförderung für besonders effiziente Mini-KWK-Anlagen eingeführt und die Anwendung der Richtlinie vereinfacht werden.

Auch die KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau erhöht zum Jahreswechsel die Attraktivität des Programms „Energieeffizient Sanieren“ und erhöht die Tilgungszuschüsse für alle Effizienzhaus-Standards um fünf Prozent auf bis zu 22,5 Prozent.

Im Laufe des Jahres 2015 erfolgt eine Ausweitung der europäischen Ökodesign- und der Energieverbrauchskennzeichnungs-Richtlinie auf weitere Produktgruppen und eine Kennzeichnungspflicht für Elektrogeräte, die im Online-Handel vertrieben werden. Dunstabzugshauben benötigen dann erstmals ein EU-Energielabel, die Verpflichtungen bei Backöfen werden angepasst. Strengere Anforderungen an den Stromverbrauch gelten dann auch für Geräte mit einem Netzwerkanschluss sowie für Kaffeemaschinen, Kochplatten und Backöfen.

Meldung des BMUB
Meldung der dena
Meldung des BAFA
Meldung der KfW

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