Berliner ImpulsE

12.01.15 Nachricht Bauen und Wohnen

Neue Heizungen am Herbst nur noch mit EU-Energielabel

Ab Herbst 2015 müssen neue Heizungen das EU-Energielabel tragen, die Einteilung in Energieeffizienzklassen erfolgt auf Primärenergiebasis. Die Klassen werden, wie von vielen anderen Elektrogeräten bekannt, mit A++ bis G bezeichnet. Als Mindeststandard wird die Brennwerttechnik festgelegt, Niedertemperaturkessel werden nach Einführung nicht mehr zulässig sein.

 

Klarheit wird das Label über eine generelle Einteilung nach Energieeffizienz bringen, für Verbraucher wird sie aber nicht die gleiche Entscheidungsgrundlage bieten können, wie beispielsweise bei Kühlschränken und Waschmaschinen. Denn die Effizienzklasse sagt nicht zwangsläufig etwas über die jährlichen Betriebskosten aus.  Zentral seien hier noch immer die energetischen Qualität des jeweiligen Gebäudes und der Preis des Energieträgers.

Zudem könne eine bessere Energieeffizienzklasse trotzdem zu höheren Betriebskosten führen, da sich nicht jeder Typ Heizung für jedes Gebäude eigne. Wichtig bei der Wahl der Heizung sei daher auch eine gründliche Beratung beim Fachbetrieb oder Energieberater. Informationen zum EU-Label gibt es kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.

Biomasse-Heizungen bleiben von der Pflicht zum Ausweis eines Labels vorerst befreit und sollen erst später folgen. Die Einstufung als A+ und A++-Geräte wird KWK-Anlagen, Wärmepumpen und Solarthermie- oder Biogas-Anlagen vorbehalten bleiben, da die Einteilung für das Label nach dem Primärenergieverbrauch erfolgt. Über betriebswirtschaftliche Kosten trifft das Label keine Aussage.

Meldung des baden-württembergischen Landesprogramms Zukunft Altbau

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