Berliner ImpulsE

11.03.15 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Marktanreizprogramme werden angepasst

BMWi novelliert MAP für erneuerbare Energien und kündigt neues MAP für Energieeffizienz an

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat die Novelle der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm, MAP) bekannt gegeben. Die Erneuerung der Regelungen stehen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) und soll den Zubau erneuerbarer Energien bei Heizungen im Gebäudebestand befördern. Ein weiteres Marktanreizprogramm wurde angekündigt.

Das novellierte MAP-Programm im Wärmemarkt, das jährlich über 300 Mio. Euro zur Verfügung stellt, wird mit innovativen Elementen, wie beispielsweise der Einführung einer ertragsabhängigen Förderung bei Solarthermie und anspruchsvollen Effizienzkriterien ausgestattet. Zudem möchte das Bundeswirtschaftsministerium das MAP zukünftig stärker für den gewerblichen Bereich öffnen. KMU sollen von einem speziell für sie geschaffenen Bonus in Höhe von zehn Prozent profitieren.

Das BMWi verspricht sich von der Novelle eine Belebung der derzeit verhaltenen Marktdynamik im Heizungsmarkt bei der Nutzung von erneuerbaren Energien und will so die gesteckten Ziele – 14 Prozent erneuerbare Energien am Wärme- und Kälteverbrauch im Jahr 2020 – erreichen. Die novellierte Förderrichtlinie wird am 1. April 2015 in Kraft treten.

Nach dem vorläufigen Aus der steuerlichen Förderung von Effizienzmaßnahmen an Gebäuden verfolgt das Bundeswirtschaftsministerium offensichtlich einen Plan B. Die bis 2018 jährlich im Haushalt abgesicherten 165 Mio. EURO, die ursprünglich der steuerlichen Förderung zugutekommen sollten, werden nun in ein spezielles Marktanreizprogramm für Energieeffizienz fließen.

Das BMWi arbeite gegenwärtig an der Ausgestaltung dieses neuen Marktanreizprogramms, so Thorsten Herdan,  Abteilungsleiter "Energiepolitik - Wärme und Effizienz" im BMWi. Einen genauen Termin des Inkrafttretens könne er gegenwärtig noch nicht benennen, so Herdan auf einer Pressekonferenz des BDH Bundesverband der Deutschen Heizungstechnik im Rahmen der ISH in Frankfurt.

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